TUM startet Revolution: Baustellen werden komplett emissionsfrei und elektrisch
Anton HofmannTUM startet Revolution: Baustellen werden komplett emissionsfrei und elektrisch
Die Technische Universität München (TUM) leitet eine neue Forschungsinitiative, die Baustellen in voll elektrifizierte, emissionsfreie Arbeitsplätze verwandeln soll. Im Rahmen des Projekts ForBat@Bau wird ein softwaregestützter Ansatz entwickelt, um emissionsfreie Baustellen kostengünstig und zuverlässig zu planen und zu steuern.
Bisherige Versuche, die Emissionen auf Baustellen zu reduzieren, konzentrierten sich vor allem darauf, Dieselfahrzeuge durch elektrische Maschinen zu ersetzen. Die TUM argumentiert jedoch, dass dies allein keine nachhaltige Lösung darstellt. Das Projekt verfolgt stattdessen einen ganzheitlichen Ansatz, bei dem Bauprozesse, Maschinen, Energiespeicher, Ladeinfrastruktur und Netzanschlüsse als ein integriertes System betrachtet werden.
ForBat@Bau wird sich auf vier zentrale Bereiche konzentrieren: maßgeschneiderte Antriebstechnologien für Baumaschinen, intelligente Batteriesysteme, Software zur Planung und Steuerung von Energieflüssen sowie die flexible Nutzung von Netzanschlüssen. Zudem soll die Initiative Akteure aus der Industrie zusammenbringen, um gemeinsam umfassende Lösungen zu entwickeln.
Zu den akademischen Partnern zählen die Hochschule Landshut und die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg. Auf Seiten der Industrie sind der Bayerische Bauindustrieverband, die Bayerische BauAkademie sowie Unternehmen aus dem Maschinenbau, der Baubranche, der Netzbetreibung und der Simulationsbranche beteiligt.
Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines integrierten Planungs- und Betriebswerkzeugs für komplexe, emissionsfreie Baustellen. Dieses Tool soll sicherstellen, dass solche Baustellen sowohl wirtschaftlich tragfähig als auch zuverlässig betrieben werden können. Die Initiative markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Zukunft für die Bauwirtschaft.
