Syrien-Besuch in Berlin: Merz und al-Scharaa beraten über Rückkehr von Geflüchteten
Anton HofmannSyrien-Besuch in Berlin: Merz und al-Scharaa beraten über Rückkehr von Geflüchteten
Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird am 30. März 2026 zu einem Besuch in Berlin erwartet, um dort mit Bundeskanzler Friedrich Merz zusammenzutreffen. Im Mittelpunkt der Gespräche wird die Rückkehr syrischer Geflüchteter stehen, die derzeit in Deutschland leben. Vor dem Besuch äußerte sich der außenpolitische Sprecher der CDU, Jürgen Hardt, in einem Radiointerview zu der Thematik.
In einem Gespräch mit dem RBB Inforadio argumentierte Hardt, dass viele syrische Geflüchtete mittlerweile keinen Anspruch mehr auf Asyl in Deutschland hätten. Als zentralen Grund nannte er die Stabilisierung großer Teile Syriens. Gleichzeitig betonte er, dass gut integrierte Geflüchtete, die in Deutschland gebraucht werden, bleiben sollten.
Hardt schlug zudem vor, dass Geflüchtete ohne enge Bindung an Deutschland mit finanzieller Unterstützung nach Syrien zurückkehren könnten. Diese Mittel sollten ihnen helfen, ihr Leben eigenständig wieder aufzubauen. Er unterstrich die Bedeutung der politischen Zukunft Syriens und bezeichnete das Land als multiethnisch, in dem keine einzelne Gruppe die Mehrheit stelle. Für eine dauerhafte Stabilität müsse seiner Ansicht nach der Wiederaufbau alle ethnischen und religiösen Gemeinschaften einbeziehen.
Über die Grenzen Syriens hinaus warnte Hardt, dass das Land friedliche Beziehungen zu seinen Nachbarstaaten priorisieren müsse. Andernfalls bleibe die regionale Stabilität insgesamt gefährdet. Seine Äußerungen fallen in die Zeit der Vorbereitungen auf al-Scharaas Staatsbesuch, bei dem die Flüchtlingsfrage direkt mit Merz erörtert werden soll.
Das Treffen zwischen al-Scharaa und Merz wird sich mit der möglichen Rückkehr syrischer Geflüchteter in ihre Heimat befassen. Hardts Aussagen deuten auf einen zweigliedrigen Ansatz hin: Einerseits sollen diejenigen bleiben dürfen, die einen Beitrag für Deutschland leisten, andererseits soll die freiwillige Rückkehr anderer unterstützt werden. Die Gespräche könnten künftige Richtlinien zur Integration und Rückführung von Geflüchteten prägen.






