Streit um bayerisches Jagdrecht: Wölfe und Abschussquoten spalten die Koalition

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Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer kleinen Stadt, die auf einem Hügel liegt und von Bäumen und Pflanzen umgeben ist, mit dem Text "Bayern, Deutschland aus der illustrierten Londoner Neuigkeiten" unten.Admin User

Streit um Jagdgesetz - Jetzt im Landtag - Streit um bayerisches Jagdrecht: Wölfe und Abschussquoten spalten die Koalition

Ein geplanter Reformvorschlag für das bayerische Jagdrecht hat innerhalb der Regierungskoalition heftige Diskussionen ausgelöst. Der Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Abschussquoten grundlegend zu überarbeiten und die lokale Kontrolle über das Wildtiermanagement auszuweiten. Kritiker werfen der Vorlage jedoch vor, die staatliche Aufsicht zu schwächen und zentrale Umweltthemen zu vernachlässigen.

Im Mittelpunkt des Streits steht die wachsende Wolfspopulation, die sich in den vergangenen fünf Jahren mehr als verdoppelt hat – von etwa 50 Tieren im Jahr 2021 auf über 120 heute. Die meisten Rudel sind inzwischen in den Landkreisen Berchtesgadener Land, Miesbach, Rosenheim und Traunstein unterwegs, wo sich die Hauptverbreitungsgebiete befinden.

Die Reform sieht mehrere weitreichende Änderungen vor: Sie verlagert mehr Entscheidungsbefugnisse auf lokale Jäger und Grundbesitzer, behält aber bestimmte staatliche Eingriffsrechte bei. Die Jagdzeit auf Rehwild beginnt künftig bereits im April, um sich an die Veränderungen der Vegetation anzupassen. Zudem wurden Wölfe und Goldschakale in die Jagdverordnung aufgenommen, was ihre Bejagung erleichtert.

Die Koalitionsverhandlungen gestalteten sich schwierig; erst im September einigte man sich auf einen Kompromiss. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger von den Freien Wählern verteidigte den Entwurf und bezeichnete die Kritik von Grünen und SPD als "ideologische Sabotage". Mia Goller von den Grünen warf der Vorlage vor, schlecht bewirtschaftete Jagdreviere zu ignorieren. Roland Magerl von der AfD lobte den Gesetzentwurf dagegen als "positiven Schritt".

Horst Arnold von der SPD verurteilte die Reduzierung der staatlichen Kontrolle und warnte vor einer uneinheitlichen Wildtierbewirtschaftung. Grünen und SPD zufolge könnten die Reformen zudem den Artenschutz untergraben – insbesondere für Wölfe, deren Bestand in den letzten Jahren stark angestiegen ist.

Trotz anhaltender Widerstände wird der Gesetzentwurf nun weiterverfolgt. Sollte er verabschiedet werden, erhalten lokale Jäger mehr Spielraum bei der Festlegung von Abschussquoten, während bestimmte staatliche Aufsichtsrechte erhalten bleiben. Zudem werden die Jagdzeiten angepasst und Wölfe erstmals offiziell in die bayerischen Wildtiermanagement-Regeln aufgenommen.

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