17 March 2026, 10:14

Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um die Bürgermeisterinnen-Wahl 2026

Schwarze Metalltafel an einem Gebäude mit weißer, fetter, zentrierter Schrift, die "Gemeindegrenze Edm Smithwick Bürgermeister" liest.

Stichwahl in Wilhermsdorf: Zwei Frauen kämpfen um die Bürgermeisterinnen-Wahl 2026

Wilhermsdorfs nächste Bürgermeisterin wird in Stichwahl am 22. März 2026 gewählt

Die beiden Kandidatinnen, Patrizia Fierus (CSU) und Alexandra Zipfel (Freie Wähler), haben ihre Visionen für die Zukunft der Gemeinde vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei zentrale Themen wie Bildung, Stadtentwicklung und Kinderbetreuung – vor dem Hintergrund einer langsam wachsenden, aber überalterten Bevölkerung.

In den vergangenen fünf Jahren ist die Einwohnerzahl Wilhermsdorfs von etwa 3.200 auf 3.350 gestiegen. Zwar ziehen mehr Familien zu, doch bleibt die Altersstruktur insgesamt älter. Diese Entwicklung könnte die Prioritäten prägen: Der Bau einer neuen Grundschule dürfte Vorrang vor Projekten wie der Sanierung des Hallenbads haben.

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Einigkeit beim Schulneubau, unterschiedliche Schwerpunkte in der Umsetzung Beide Kandidatinnen sind sich einig, dass eine neue Grundschule nötig ist. Patrizia Fierus plant, diese im Rahmen des Ausbaus des bestehenden Ganztagsschulmodells zu errichten. Zudem will sie mit Nachbargemeinden zusammenarbeiten, um die Ferienbetreuung zu verbessern. Ihr Ansatz sieht vor, die Räumlichkeiten der neuen Schule für zusätzliche Kapazitäten zu nutzen und flexible Lösungen für berufstätige Eltern zu schaffen.

Alexandra Zipfel setzt in ihrer Kinderbetreuungsstrategie auf eine zügige Umsetzung des Grundschulneubaus. Sie strebt eine maximale Förderung an und möchte ein Raumkonzept für die weiterführende Schule entwickeln. Während beide den Ausbau der Ganztagsbetreuung betonen, unterscheiden sie sich in der konkreten Ausgestaltung.

Stadtentwicklung: Wohnen, Verkehr und lebendige Innenstadt In der Stadtentwicklung konzentriert sich Fierus auf das Wohn- und Gewerbegebiet "West". Sie schlägt ein detailliertes Verkehrskonzept für das Zentrum vor, das lokale Unternehmen einbindet und Eigentümer durch Förderprogramme unterstützt. Ihr Ziel ist es, Wilhermsdorf als attraktiven Wohnort zu erhalten.

Zipfel hingegen möchte das Bürgerzentrum umgestalten und die Innenstadt einladender machen. Geplant sind Fahrradabstellplätze, Ruhezonen und Anreize für die Nachnutzung leerstehender Gebäude. Eine enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und eine starke Bürgerbeteiligung sind zentrale Elemente ihres Plans.

Finanzen: Langfristige Planung und kommunale Zusammenarbeit Bei den Finanzen setzt Fierus auf langfristige Planung und die Ausschöpfung verfügbarer Fördermittel. Zudem prüft sie Kooperationen mit Nachbarkommunen, um Kosten zu teilen. Zipfel hingegen betont klare Priorisierung, Kosten-Nutzen-Analysen und Szenario-Planning für große Vorhaben. Beide sehen in der interkommunalen Zusammenarbeit einen Schlüssel für eine effiziente Haushaltsführung.

Hallenbad: Zukunftsoffen, aber nicht vordringlich Das Hallenbad bleibt ein Thema, steht angesichts der alternden Bevölkerung jedoch nicht an erster Stelle. Während Zipfel eine langfristige Perspektive für die Einrichtung in ihren Plänen verankert, räumt Fierus Schulen und Wohnraum Vorrang ein.

Stichwahl entscheidet über künftige Weichenstellungen Die Wahl am 22. März wird zeigen, ob Patrizia Fierus oder Alexandra Zipfel Wilhermsdorf in den kommenden Jahren führen wird. Die Siegerin wird maßgeblich Projekte wie den Grundschulneubau, die Aufwertung des Zentrums und den Ausbau der Kinderbetreuung prägen. Angesichts einer wachsenden, aber älter werdenden Bevölkerung kommt es darauf an, wie die neue Bürgermeisterin Familienbedürfnisse mit langfristiger Zukunftsfähigkeit in Einklang bringt.

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