22 March 2026, 02:11

Stichwahl in Langenzenn: Zwei Visionen für die Zukunft der Stadt

Alte Karte einer Kleinstadt mit einem Fluss, Häusern, Bäumen, Gras und Text auf Papier.

Stichwahl in Langenzenn: Zwei Visionen für die Zukunft der Stadt

Langenzenn wählt am 22. März in einer Stichwahl seinen neuen Bürgermeister

Die beiden Kandidaten, Christian Ell (CSU) und Michael Kimberger (Grüne), haben ihre Visionen für die Zukunft der Stadt vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Belebung der Altstadt, die Förderung der Ortsteile und die Sicherung des wirtschaftlichen Wachstums.

In den vergangenen fünf Jahren ist Langenzenn wirtschaftlich ins Stocken geraten, während Nachbarstädte wie Herzogenaurach einen Aufschwung erlebten. Mit rund 2.600 Vollzeitstellen und einem Pro-Kopf-BIP von 35.000 Euro im Jahr 2023 steht die Stadt nun vor der Frage, wie sie ihre Position in der Region stärken kann.

Kürzlich beantworteten die Kandidaten vier zentrale Fragen zu lokalen Prioritäten: die Revitalisierung des historischen Stadtkerns, die Stärkung der Ortsteile, die Zukunftssicherung der Wirtschaft sowie die Bewältigung großer Projekte wie das geplante Hallenbad.

Christian Ell setzt auf Wirtschaftsförderung Ell präsentiert sich als Fürsprecher der heimischen Unternehmen. Er will eng mit Betrieben zusammenarbeiten, um Langenzenns Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Geplant sind regelmäßige Gespräche mit Wirtschaftsvertretern sowie finanzielle Unterstützung für lokale Initiativen. Für die Innenstadt schlägt er Investitionen in städtische Immobilien, den Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum und die Neubelegung leerstehender Läden vor. Zudem befürwortet er Bürgerversammlungen in jedem Ortsteil – mindestens alle zwei Jahre.

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Michael Kimberger will das Stadtleben beleben Kimberger konzentriert sich darauf, die Menschen zurück ins Herz Langenzenns zu holen. Er strebt eine Verlegung der Volkshochschulkurse in zentrale Lagen an und will Coworking-Spaces schaffen. Für die Ortsteile verspricht er häufige Bürgerforen, um auf Anwohnerbedenken einzugehen. Wirtschaftlich plant er, die Gewerbesteuereinnahmen durch Gespräche mit ansässigen Betrieben und die Ansiedlung neuer Unternehmen zu steigern. Zudem hat er bereits die Beantragung von Bundesmitteln für das Hallenbad eingeleitet – betont aber, dass bei solchen Vorhaben eine sorgfältige Haushaltsplanung entscheidend sei.

Die Wähler müssen sich nun zwischen zwei unterschiedlichen Konzepten für die Zukunft Langenzenns entscheiden. Der Gewählte wird die Aufgabe übernehmen, die Innenstadt zu beleben, lokale Betriebe zu unterstützen und zentrale Infrastrukturprojekte zu steuern. Die Wahl fällt in eine Phase, in der die Stadt ihre wirtschaftliche Stagnation überwinden und nachhaltiges Wachstum sichern will.

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