Spritpreise steigen um 20 Prozent – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsrisiken
Anton HofmannSpritpreise steigen um 20 Prozent – Ökonom warnt vor Inflation und Wachstumsrisiken
Spritpreise in Deutschland um etwa 20 Prozent explodiert – Ökonom warnt vor wirtschaftlichen Folgen
Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind an den Zapfsäulen um rund 20 Prozent gestiegen und lösen Sorgen über mögliche breitere wirtschaftliche Auswirkungen aus. Der renommierte Ökonom Jens Südekum hat sich nun zur Lage geäußert und die jüngsten Entlastungsmaßnahmen der Regierung als "ausgewogen" für die aktuelle Herausforderung bezeichnet.
Südekum bewertete das neu beschlossene Paket zur Dämpfung der Spritpreise als angemessene Reaktion auf den starken Anstieg. Gleichzeitig betonte er, dass der Staat nicht als "Allround-Schutzschild" gegen jede kleinere wirtschaftliche Erschütterung fungieren könne. Vielmehr liege seine Aufgabe darin, schwere Verwerfungen abzufedern, ohne sämtliche Preisschwankungen auszugleichen.
Der Wirtschaftswissenschaftler warnte zudem vor weiteren Risiken, die mit der Krise einhergehen. Steigende Energiepreise könnten seiner Einschätzung nach die Lebensmittelkosten in die Höhe treiben und die Inflation weiter anheizen. Besonders besorgniserregend sei dies für das deutsche Wirtschaftswachstum, das zusätzlich belastet würde, falls sich die Spannungen im Iran weiter zuspitzen.
Unklar bleibt, wie lange die Krise anhalten und wie tiefgreifend ihre Folgen sein werden. Sollte der Preisdruck bestehen bleiben, regte Südekum an, Deutschland könnte langfristig ein Preiskontrollsystem nach luxemburgischem Vorbild einführen. Ein solches Modell könnte helfen, die Spritkosten zu stabilisieren.
Trotz der Entlastungsbemühungen machte der Ökonom deutlich, dass nicht alle Preisanstiege abgefedert werden können. Die Politik müsse "maßvoll" statt "allumfassend" agieren, so Südekum.
Der Preisschock von 20 Prozent hat gezielte staatliche Eingriffe ausgelöst – doch Südekum betont, dass auch die Handlungsspielräume der Politik Grenzen haben. Seine Warnungen unterstreichen die Gefahr einer anhaltenden Inflation und wirtschaftlicher Belastungen, falls die Energiepreise weiter steigen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob weitere Schritte – etwa eine Regulierung nach Luxemburg-Muster – notwendig werden.






