Solingens Innenstadt braucht dringend einen radikalen Masterplan gegen den Niedergang
Anna KrauseSolingens Innenstadt braucht dringend einen radikalen Masterplan gegen den Niedergang
Solingens Innenstadt steht vor tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein Mangel an Gastronomie und fehlende Begegnungsstätten haben das Viertel in einen prekären Zustand versetzt. Der Niedergang vollzog sich über Jahre – mit Ursachen, die weit über den Einflussbereich der Stadt hinausreichen.
Lokale Entscheidungsträger haben mit Einzelprojekten und Fachkonzepten reagiert. Doch ein zusammenhängendes Gesamtkonzept fehlt bisher. Walsken betont, dass isolierte Maßnahmen nicht ausreichen, und fordert einen langfristigen Strategiewechsel.
Kern der Idee ist ein ganzheitliches Masterplan-Konzept für den gesamten Ringschluss um die Innenstadt. Damit sollen städtische Planung, soziale, kulturelle, klimatische, verkehrstechnische und gemeinwesenorientierte Prioritäten verknüpft werden. Walsken besteht darauf, dass die Strategie auch angrenzende Gebiete wie die Mangenberger Straße und das Werwolf-Viertel einbeziehen muss.
Entscheidend ist eine breite Bürgerbeteiligung, ergänzt durch externes Fachwissen. Walsken schlägt zudem konkrete Schritte vor – etwa bessere Vernetzung zwischen der Glasernen Werkstatt und lokalen Start-ups, studentischen Wohnraum sowie Unterstützung für Unternehmen, die mit der Digitalisierung kämpfen. Die Ansiedlung einer modernen, mobilen und gut verdienenden Zielgruppe gilt als Schlüssel, um die Abwärtsspirale zu durchbrechen.
Teilweise liegt der Rückgang an externen Faktoren wie der Anziehungskraft größerer Städte oder dem Boom des Online-Handels. Walskens Vision zielt darauf ab, diese Probleme durch integrierte Stadtentwicklung zu lösen. Das Ziel: ein lebendiger, vernetzter urbaner Raum für die Zukunft.
