27 June 2026, 18:12

SkF schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig wegen Geldmangels

Diese Beratungsstelle in Braunschweig schließt in wenigen Tagen

SkF schließt nach über 100 Jahren Beratungsstelle in Braunschweig wegen Geldmangels

Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) schließt nach über einem Jahrhundert Beratungsstelle in Braunschweig

Nach mehr als 100 Jahren stellt der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) seine Beratungsstelle in Braunschweig ein – Grund sind unzureichende finanzielle Mittel, trotz des Engagements der Ehrenamtlichen und Mitarbeiterinnen. Die Schließung tritt zum Monatsende in Kraft. Betroffen sind alle Schwangerschafts- und Familienberatungsangebote sowie Projekte wie „Elternsein üben mit Babysimulatoren“ und „Frühe Hilfen“. Im vergangenen Jahr nutzten fast 330 Frauen und Familien die Einrichtung, 89 von ihnen nahmen an präventiven Programmen teil.

Ab dem 1. Juli übernimmt der Caritasverband die Schwangerschaftsberatung am bisherigen Standort in der Kasernenstraße 30. Karen Vogel, die aktuelle Geschäftsführerin und Schwangerschaftsberaterin, bleibt in Teilzeit für den neuen Träger tätig. Für die beiden anderen Projekte konnten jedoch keine neuen Anbieter gefunden werden.

Der SkF dankte in einer Stellungnahme Spendern und Stiftungen wie der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz und der Stiftung Großes Waisenhaus für die langjährige Unterstützung. Die im Projekt „Elternsein üben“ eingesetzten Babysimulatoren befinden sich noch in einwandfreiem Zustand und könnten von einer zertifizierten Einrichtung mit passendem Konzept übernommen werden. Die Braunschweiger SkF-Geschäftsstelle wird im Zuge der Schließung aufgelöst.

Während die Schwangerschaftsberatung unter dem Dach von Caritas fortgeführt wird, enden die übrigen Angebote. Die Schließung markiert das Ende einer langen SkF-Präsenz in Braunschweig – als Hauptgrund werden finanzielle Zwänge genannt.

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