Simon Rattle verlässt Berliner Philharmoniker – ein Abschied mit Folgen
Anton HofmannSimon Rattle verlässt Berliner Philharmoniker – ein Abschied mit Folgen
Sir Simon Rattle begegnete dem Redner erstmals während eines Fußballspiels in Peking. Die Berliner Philharmoniker gewannen das Match gegen das Team des Gesprächspartners. Damals war Rattle Chefdirigent des Orchesters, während der Redner als Gast der Dresdner Staatskapelle anwesend war.
Das Zusammentreffen in Peking markierte ihre erste Begegnung. Rattle war jedoch nicht erfreut, den Redner beim Spiel zu sehen.
Als künstlerischer Leiter prägte er maßgeblich die Identität und den Klang der Berliner Philharmoniker unter Kirill Petrenko. Das Orchester hatte sich für Petrenko als Dirigent entschieden – eine Wahl, die Rattle unterstützte. Zudem setzte er sich gegen die Sparmaßnahmen Berlins ein, um die Interessen des Orchesters zu wahren.
Rattle hat nun beschlossen, seinen Vertrag als künstlerischer Leiter nicht zu verlängern. Seine aktuelle Amtszeit endet 2028. Unterdessen sucht Salzburg einen neuen künstlerischen Leiter; die Position soll im Herbst 2027 besetzt werden.
Rattles Abschied wird eine erhebliche Lücke in der Führung der Berliner Philharmoniker hinterlassen. Sein Wirken war zentral für den Erfolg und die Entwicklung des Orchesters. Die Suche nach seinem Nachfolger in Salzburg läuft bereits.
