Siemens Mobility baut erstes deutsches Batteriewerk für Züge in Bayern
Anton HofmannSiemens Mobility baut erstes deutsches Batteriewerk für Züge in Bayern
Siemens Mobility baut in Bayern neues Werk für Batteriesysteme für Züge
In Luhe-Wildenau entsteht eine neue Produktionsstätte von Siemens Mobility, in der Energiespeichersysteme für Regionalzüge und Güterlokomotiven gefertigt werden. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2027 abgeschlossen sein, die volle Produktionskapazität wird ab Oktober desselben Jahres erreicht.
Das Unternehmen investiert 22 Millionen Euro in das Projekt, während die bayerische Landesregierung weitere 2,7 Millionen Euro beisteuert. Damit beläuft sich das Gesamtvolumen auf rund 35 Millionen Euro. Nach der Inbetriebnahme sollen bis zu 200 Arbeitsplätze entstehen.
Siemens wird die Batteriezellen selbst nicht herstellen, sondern sie von Zulieferern wie Toshiba beziehen. Stattdessen werden im Werk komplette Batteriesysteme montiert, darunter ein neues Batteriemanagementsystem. Die Systeme sollen Kapazitäten von bis zu 500 Kilowattstunden für Regionalzüge und bis zu 2.000 Kilowattstunden für Güterloks bieten.
Karl Blaim, Finanzvorstand von Siemens Mobility, bezeichnete den neuen Standort als "klares Bekenntnis zu Deutschland als Produktions- und Innovationsstandort". Die Batterien werden unter anderem die batteriebetriebenen Regionalzüge und Hybridlokomotiven von Siemens im Güterverkehr antreiben.
Das Werk in Luhe-Wildenau ist die erste dedizierte Produktionsstätte von Siemens für Schienenfahrzeugbatterien in Deutschland. Mit dem Start der Serienfertigung Ende 2027 wird der Standort den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Schienenmobilität unterstützen. Gleichzeitig stärkt das Projekt Bayerns Rolle als Innovations- und Arbeitsmarktstandort.






