Schweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus
Anna KrauseSchweinsteigers "afrikanischer Fußball"-Kommentar löst Rassismus-Debatte aus
Die deutsche Mannschaft sicherte sich mit einem 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste den Erfolg in ihrem Gruppenspiel. Das Spiel wurde jedoch von einer Kontroverse überschattet, nachdem Bastian Schweinsteiger Äußerungen über den Spielstil des afrikanischen Teams gemacht hatte.
In einer Diskussion nach dem Spiel beschrieb Schweinsteiger den Ansatz der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht ganz so taktisch geprägt“. Später präzisierte er, dass seine Bemerkungen als fußballerische Analyse gemeint gewesen seien und niemand verletzen sollten.
Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, kritisierte die Aussagen scharf und bezeichnete sie als rassistisch. Faé hatte sein Team zuvor zu einem historischen 2:0-Sieg gegen Curaçao geführt und damit erstmals die Qualifikation für die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft erreicht.
ARD-Intendant Axel Balkausky verteidigte Schweinsteiger und betonte, es habe sich um eine fachliche Einschätzung und nicht um eine rassistische Äußerung gehandelt. Jürgen Klopp, um eine Stellungnahme gebeten, lehnte eine Kommentierung ab und bezeichnete die Angelegenheit als „ernstzunehmendes Thema“.
Die Auseinandersetzung hat der Turniernarrative zusätzliche Spannung verliehen. Die Elfenbeinküste zieht erstmals in die K.-o.-Phase ein, während Schweinsteigers Aussagen und die Reaktionen beider Seiten weiterhin Gesprächsstoff bleiben.
