04 May 2026, 06:14

Rechtsgutachten zeigt: So kann Deutschlands Wasserstoffwende schneller gelingen

Ein Plakat, das eine detaillierte Weltkarte mit geplanten Öl- und Gas-Pipelines zeigt, einschließlich Landesgrenzen, großen Städten, Gewässern und erklärendem Text.

Rechtsgutachten zeigt: So kann Deutschlands Wasserstoffwende schneller gelingen

Ein neues Rechtsgutachten zeigt Wege auf, um Deutschlands Wasserstoffwende zu beschleunigen. Der im Auftrag der Thüga AG und vier Partnerunternehmen erstellte Bericht schlägt kleinere rechtliche Anpassungen vor, um den Übergang zu erleichtern. Die Ergebnisse wurden vergangene Woche mit den wichtigsten politischen Parteien sowie dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geteilt.

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Die Thüga AG, das Rückgrat des größten kommunalen Energienetzes Deutschlands, leitete die Initiative. Das Unternehmen, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von über 53 Milliarden Euro verzeichnete, zählt zu den drei größten Energieversorgern des Landes. Gemeinsam mit seinen Partnern suchte es nach rechtlicher Klarheit für die Umrüstung der Gasnetze auf Wasserstoffnutzung.

Das Gutachten der Kanzlei Rosin Büdenbender benennt eine zentrale Hürde: Die Refinanzierung der Kosten für neue Wasserstoffnetze könnte die Nutzungsgebühren in die Höhe treiben. Ohne Änderungen droht diese finanzielle Belastung den Fortschritt zu bremsen. Die EU-Gasverordnung bietet zwar bereits einen Rahmen für Wasserstoffinvestitionen, doch Deutschland hat diese Regeln noch nicht in nationales Recht übernommen.

Fachleute argumentieren, dass bereits kleine Anpassungen bestehender Gesetze den Übergang reibungsloser gestalten könnten. Derzeit stockt jedoch der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und die Modernisierung der Netze. Die Verzögerung birgt die Gefahr, dass Deutschland seine Energieziele weiter verfehlt.

Das Rechtsgutachten liefert den politischen Entscheidungsträgern eine Handlungsanleitung. Werden die vorgeschlagenen Änderungen umgesetzt, könnten sie die Kosten senken und die Wasserstoffnutzung beschleunigen. Der nächste Schritt hängt nun davon ab, ob Gesetzgeber und Regulierungsbehörden die Empfehlungen rechtzeitig aufgreifen.

Quelle