21 June 2026, 02:12

"Radikale Freundlichkeit": Warum Österreicher lieber fluchen als zu lächeln

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Warum Österreicher lieber fluchen als zu lächeln

Ein neues Buch über Freundlichkeit sorgt in Österreich für Diskussionen. Die Autorin schlägt ungewöhnliche Methoden vor, um mit alltäglichen Frustrationen umzugehen. Manche Einheimische betrachten Fluchen gar als eine Art Yoga oder Energiequelle.

Statt auf Ärger mit Wut zu reagieren, empfiehlt die Schriftstellerin, unerwartete Freundlichkeit walten zu lassen. Wer ihr den Parkplatz wegnimmt, erhält Dank für die zusätzlichen Schritte in ihrer Fitness-App. Ein lauter Telefonierer im Zug bekommt von ihr ein Hustbonbon angeboten.

Die Österreicher haben ohnehin ihre eigenen Bewältigungsstrategien. Über 50 kreative Schimpfwörter für „Idiot“ stehen ihnen zur Verfügung – von „Dodel“ über „Wappler“ bis „Vollkoffer“. Langsame Fahrer auf der Südautobahn gelten offenbar als belebend. Die Autorin scherzt sogar, ihre eigenen Fehler als Werke eines „kognitiven Minimalisten“ zu bezeichnen.

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Während Isländer über 50 Wörter für Schnee kennen, setzt Österreich auf Schimpfwörter und Humor. Ob ihr Buch „Radikale Freundlichkeit“ hier Anklang findet, bleibt fraglich. Die Autorin verwandelt Ärger in spielerische Dankbarkeit – doch die Österreicher scheinen an ihrer scharfen Wortwahl und ihrem trockenen Witz zu hängen. Ob das Buch die Gemüter ändert, wird sich zeigen.

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