PCTC-Flotten in der Krise: Warum die Erneuerung stockt und die Kosten explodieren
Lukas MüllerPCTC-Flotten in der Krise: Warum die Erneuerung stockt und die Kosten explodieren
Die Seetransportbranche steht vor wachsenden Herausforderungen. Die Erneuerungsrate der Flotten für reine Auto- und Lkw-Transporter (PCTC) ist drastisch gesunken, während die Kosten und der regulatorische Druck weiter steigen.
Noch vor zwölf Jahren lag die durchschnittliche Erneuerungsrate der PCTC-Flotten bei 45 Prozent. Heute ist sie auf einstellige Werte gefallen. Dieser Rückgang fällt mit einer Auslastung pro Pkw-Äquivalenteinheit (CEU) zusammen, die 35 Prozent unter dem Niveau von 2007 liegt.
Die Frachtraten bleiben auf historisch niedrigem Niveau, was zu einem fast vollständigen Stopp neuer Schiffsbestellungen geführt hat. Der Fahrzeugtransport stagniert, und die Handelsrouten von Ost nach West haben in den letzten zehn Jahren erhebliche Marktanteile verloren.
Zusätzlich belasten regulatorische Auflagen die Branche. Die 2020 von der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) eingeführten Vorschriften für schwefelarmen Schiffskraftstoff haben die Betriebskosten der Reedereien erhöht. Die Nachrüstung mit Schwefelabscheidern kostet pro Schiff etwa fünf Millionen Dollar und legt es für einen Monat still. In einigen Ländern sind solche Systeme sogar komplett verboten.
Die Probleme der Branche sind offensichtlich: Die Flottenerneuerung kommt kaum voran, die Auslastung sinkt, und regulatorische Hürden treiben die Kosten in die Höhe. Zusammen schaffen diese Faktoren ein schwieriges Umfeld für die Reedereien.






