20 June 2026, 08:11

PCTC-Flotten in der Krise: Erneuerungsstopp und sinkende Auslastung belasten die Schifffahrt

Tiefseeschiff-Fahrzeuge segeln tiefer in stürmische Gewässer

PCTC-Flotten in der Krise: Erneuerungsstopp und sinkende Auslastung belasten die Schifffahrt

Die Seetransportbranche steht vor wachsenden Herausforderungen. Die Erneuerungsrate der Flotten für reine Auto- und Lkw-Transporter (PCTC) ist drastisch gesunken, während die Kosten und der regulatorische Druck weiter steigen.

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Noch vor zwölf Jahren lag die durchschnittliche Erneuerungsrate der PCTC-Flotten bei 45 Prozent. Heute ist sie auf einstellige Werte gefallen. Dieser Rückgang fällt mit einer Auslastung pro Pkw-Äquivalenteinheit (CEU) zusammen, die 35 Prozent niedriger liegt als 2007.

Die Frachtraten bleiben auf historisch niedrigem Niveau, was zu einem fast vollständigen Stopp neuer Schiffsbestellungen geführt hat. Der Fahrzeugtransport stagniert, und die Handelsrouten von Ost nach West haben in den letzten zehn Jahren erhebliche Marktanteile verloren.

Zusätzliche Belastungen bringen die regulatorischen Kosten mit sich. Die 2020 eingeführten Vorschriften der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) für schwefelarmen Schiffskraftstoff haben die Ausgaben der Reedereien in die Höhe getrieben. Die Nachrüstung eines Schwefelabscheiders kostet pro Schiff etwa fünf Millionen Dollar und legt es für einen Monat still. In einigen Ländern sind solche Systeme sogar komplett verboten.

Die Probleme der Branche sind offensichtlich: Die Flottenerneuerung kommt kaum voran, die Auslastung ist gesunken, und regulatorische Hürden treiben die Kosten weiter in die Höhe. Zusammen schaffen diese Faktoren ein schwieriges Umfeld für die Reedereien.

Quelle