24 March 2026, 20:15

Ottobeurer Naturschützer ehren langjährige Mitglieder und warnen vor Lichtverschmutzung

Luftaufnahme einer Stadt mit Gebäuden und Bäumen im Vordergrund, Rauch aus Schornsteinen gegen einen nebligen grauen Himmel.

Ottobeurer Naturschützer ehren langjährige Mitglieder und warnen vor Lichtverschmutzung

Ortsgruppe Ottobeuren des Bund Naturschutz (BN) ehrt langjährige Mitglieder und thematisiert Lichtverschmutzung

Die Ottobeurer Ortsgruppe des Bund Naturschutz (BN) veranstaltete ihre jährliche Mitgliederversammlung im Silachstube-Saal des Gasthofs Mohren. Zu den Höhepunkten zählten die Ehrung langjähriger Mitglieder sowie ein Vortrag über die zunehmende Problematik der Lichtverschmutzung.

Ein besonderer Moment war die Würdigung von Wendelin Schindele, der sich seit Jahrzehnten für den Kräutergarten des Vereins engagiert – heute eine Oase der Ruhe für Besucher.

Die Veranstaltung begann mit der Anerkennung von BN-Mitgliedern, die seit über 40 Jahren dabei sind. Jeder erhielt als Zeichen des Dankes eine Urkunde und eine silberne Anstecknadel.

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Schindele, oft als "Architekt" des Kräutergartens bezeichnet, wurde für sein Wirken seit 1998 geehrt. Der Garten hat sich zu einem Ort der Besinnung und Entspannung entwickelt. Als Dankeschön erhielt er ein farbenfrohes Poster, einen Geschenkkorb vom Eine-Welt-Laden sowie eine kleine Aufmerksamkeit für seinen langjährigen Weggefährten Harald Mader.

Im weiteren Verlauf referierte Robert Blasius von der Initiative Wächter der Nacht über Lichtverschmutzung. Satellitenbilder zeigen, wie Städte und Küstenregionen die Nachtseite der Erde erleuchten – besonders hell strahlen wohlhabende Gebiete, während ärmere Regionen aufgrund begrenzter künstlicher Beleuchtung weitgehend im Dunkeln bleiben. Blasius erläuterte, wie übermäßiges Licht natürliche Rhythmen stört und sowohl Tierwelt als auch menschliche Gesundheit beeinträchtigt.

Er widerlegte zudem die Annahme, dass mehr nächtliche Beleuchtung die Sicherheit erhöht. Statistiken belegen, dass die meisten Einbrüche und Gewaltverbrechen tatsächlich bei Tageslicht geschehen.

Die Versammlung endete mit einem vertieften Bewusstsein für die Folgen von Lichtverschmutzung und der Bedeutung natürlicher Dunkelheit. Schindeles Kräutergarten, heute eine blühende Zuflucht, steht symbolisch für das langfristige Engagement des BN im Umweltschutz. Gleichzeitig würdigt der Verband weiterhin all jene, die sich über die Jahre für seine Ziele eingesetzt haben.

Quelle