Nagarro wächst moderat – doch die Aktie reagiert mit Kursverlusten
Nagarro veröffentlicht vorläufige Finanzzahlen für 2025: Stetiges Wachstum trotz Marktchancen – Aktie gibt nach
Nagarro hat seine vorläufigen Finanzzahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht und dabei ein stabiles Wachstum trotz herausfordernder Marktbedingungen ausgewiesen. Das Unternehmen meldete einen Umsatz von 999,3 Millionen Euro, was einem Anstieg von 2,8 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nach Bekanntgabe der Zahlen gab die Aktie jedoch nach.
Eine unabhängige Untersuchung bestätigte zudem, dass es keine Hinweise auf Betrug oder Fehlverhalten innerhalb des Unternehmens gibt.
Der Umsatz von Nagarro erreichte 2025 insgesamt 999,3 Millionen Euro – ein Plus von 2,8 % im Vergleich zu 2024. Bereinigt um Währungseffekte lag das Wachstum bei 6,1 %. Das bereinigte EBITDA sank jedoch auf 138,2 Millionen Euro (2024: 147,5 Millionen Euro), wodurch die Marge bei 13,8 % lag – und damit im prognostizierten Korridor von 13,5 % bis 14,5 %.
Die Bruttoertragsmarge des Unternehmens verbesserte sich deutlich und stieg von 30,4 % im Jahr 2024 auf 32,2 % in 2025. Nagarro rechnet damit, dass diese Marge 2026 bei etwa 32 % bleiben wird. Der Umsatz wird für das kommende Jahr auf eine Spanne zwischen 1,0 Milliarden und 1,06 Milliarden Euro geschätzt, was einem Wachstum von rund 5 % entspricht.
Die Veröffentlichung der Zahlen erfolgte zeitgleich mit den Ergebnissen einer unabhängigen Prüfung durch die Kanzlei White & Case sowie die Beratungsgesellschaft Alvarez & Marsal. Die Untersuchung ergab keine Belege für Betrug oder Fehlverhalten, was Bedenken ausräumte, die zuvor das Anlegervertrauen belastet hatten. Nagarro hat in der Folge die Unternehmensführung gestärkt und KPMG als neuen Abschlussprüfer bestellt.
Vor der Bekanntgabe notierte die Nagarro-Aktie bei 47,50 Euro. Nach den Neuigkeiten gab sie um etwa 3,2 % nach und schloss bei 45,98 Euro. Die Marktkapitalisierung verschob sich von rund 569,64 Millionen Euro auf einen Bereich zwischen 584 Millionen und 620 Millionen Euro, wobei der Kurs zeitweise um bis zu 7,24 % einbrach.
Fazit: Solide Entwicklung mit Licht und Schatten Die Zahlen für 2025 zeigen ein moderates Umsatzwachstum und eine gestiegene Bruttomarge, während das EBITDA rückläufig war. Für 2026 bleibt die Prognose vorsichtig optimistisch – mit stabilen Margen und weiterem Wachstum. Die Ergebnisse der unabhängigen Prüfung sowie die Maßnahmen zur Stärkung der Compliance könnten langfristig dazu beitragen, das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen.






