Oettinger reformiert Vorstand: Neue Führung für Deutschlands Biergigant
Anna KrauseOettinger reformiert Vorstand: Neue Führung für Deutschlands Biergigant
Oettinger Getränke, einer der ältesten und größten familiengeführten Getränkehersteller Deutschlands, hat seinen Vorstand umstrukturiert. Die Veränderungen folgen auf den Abschied von Stefan Blaschak, der seine Position als Geschäftsführer verließ. Zwei neue Führungskräfte übernehmen nun zentrale Verantwortungsbereiche im Unternehmen.
Die 1731 gegründete Brauerei bleibt eine bedeutende Größe auf dem deutschen Biermarkt und produziert jährlich rund sechs Millionen Hektoliter – genug, um fast eine Milliarde Flaschen und Dosen zu füllen.
Thilo R. Pomykala wird am 1. April in den Vorstand von Oettinger eintreten. Er bringt umfassende Erfahrung aus dem Bereich der schnelldrehenden Konsumgüter (FMCG) mit, unter anderem von Unilever, der Semper idem Underberg AG und Meggle. Zuletzt war er als Geschäftsführer bei Hochwald tätig, wo er über sechs Jahre lang die Bereiche Vertrieb, Marketing und Innovation leitete. In dieser Zeit trug er maßgeblich zum strategischen Wachstum und zu branchenweiten Initiativen bei.
Auch Dominika Steinberg wird in den Vorstand aufrücken und ihre bisherigen Aufgaben erweitern. Bisher verantwortlich für Personal und IT, übernimmt sie nun zusätzlich die Leitung von Produktion und Technik. Pia Kollmar, Eigentümerin und Geschäftsführerin von Oettinger, betonte, dass Pomykalas Branchenkenntnis eine wertvolle Bereicherung für das Team sei.
Oettinger betreibt zwei Hauptproduktionsstandorte – einen in Oettingen (Bayern) und einen in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen). Das Unternehmen beschäftigt rund 700 Mitarbeiter und hält seit Jahren eine starke Position in der deutschen Bierbranche. 2024 produzierte es 6,6 Millionen Hektoliter und belegte damit Platz sieben im nationalen Ranking – noch vor Wettbewerbern wie der Paulaner Gruppe.
Trotz Marktschwankungen bleibt die Brauerei eine konstante Größe: Die jährliche Produktion pendelt seit fünf Jahren stabil bei etwa sechs Millionen Hektolitern. Die Neuaufstellung der Führungsebene soll die Wettbewerbsfähigkeit stärken, während das Unternehmen seine lange Tradition in der Getränkebranche fortsetzt.
Die neuen Personalien markieren einen Wandel in Oettingers Führungsstruktur. Pomykalas FMCG-Hintergrund und Steinbergs erweiterte Rolle in der Produktion deuten auf einen Fokus auf Innovation und operative Effizienz hin. Mit fast drei Jahrhunderten Geschichte passt sich das Familienunternehmen weiterhin an – und behält dabei seinen Platz als einer der wichtigsten Akteure auf dem deutschen Getränkemarkt.






