29 April 2026, 18:17

Niedersachsens Partei beschließt umstrittene Israel-Resolution mit radikaler Rhetorik

Schwarze Graffiti-Schriftzug "free palestine" an einer Wand, beleuchtet von einem Licht oben.

Niedersachsens Partei beschließt umstrittene Israel-Resolution mit radikaler Rhetorik

In Niedersachsen ist eine umstrittene Resolution verabschiedet worden, die Israel als "koloniales und rassistisches Projekt" brandmarkt. Der von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Antrag fordert eine vollständige Ablehnung des Zionismus innerhalb der Parteipolitik. Kritiker werfen dem Vorstoß vor, demokratische Grundsätze zu verletzen und an frühere radikale Forderungen anzuknüpfen.

Eingebracht wurde die Resolution von der LAG Klassenkampf, einer linksextremen Strömung innerhalb der Partei. Nach der Annahme feierte die Gruppe ihren Erfolg auf Instagram mit einer Karte Israels, die durch palästinensische Symbole ersetzt worden war. Der Beitrag zeigte zudem Hammer und Sichel – ein kommunistisches Emblem aus der Sowjetzeit.

Verfassungsexperten äußerten Bedenken hinsichtlich der gewählten Formulierungen. Sie warnen, dass die pauschale Diffamierung Israels demokratische Werte untergraben könnte. Die Resolution reiht sich in einen ähnlichen Entwurf ein, der bereits Anfang des Jahres verabschiedet wurde, und unterstreicht damit ihre polarisierende Haltung.

Neben der Kritik an Israel fordert der Text explizit, den Zionismus aus dem politischen Rahmen der Partei auszuschließen. Diese Forderung hat eine Debatte darüber ausgelöst, ob solche Positionen in den demokratischen Diskurs gehören.

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Die Verabschiedung der Resolution markiert eine deutliche Verschiebung in der Haltung der Partei zu Israel und zum Zionismus. Beobachter weisen darauf hin, dass ihre Annahme weitreichende Folgen für die politische Diskussion in der Region haben könnte. Die Verwendung symbolträchtiger Bilder und scharfer Rhetorik hat die Kontroverse zusätzlich angeheizt.

Quelle