Neue globale Allianz kämpft gegen Kindesmisshandlung und Vernachlässigung weltweit
Anna KrauseNeue globale Allianz kämpft gegen Kindesmisshandlung und Vernachlässigung weltweit
Eine neue globale Partnerschaft will das weit verbreitete Problem von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung angehen. SOS-Kinderdörfer weltweit und die Internationale Gesellschaft zur Verhinderung von Kindesmisshandlung und Vernachlässigung (ISPCAN) haben sich zusammengeschlossen, um den Kinderschutz weltweit zu stärken. Die Initiative kommt zu einem Zeitpunkt, an dem fast eine Milliarde Kinder jährlich Gewalt erleben – viele Fälle bleiben dabei ungemeldet.
Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen Prävention, Rechenschaftspflicht und der Aufbau stärkerer Gemeinschaften. Durch die Verknüpfung wissenschaftlicher Forschung, politischer Einflussnahme und jahrzehntelanger praktischer Erfahrung wollen die Organisationen sicherere Umfelder für Kinder schaffen.
Das Rise Up Policy Forum, das am 9. Oktober 2025 in Vilnius, Litauen, stattfinden wird, ist eine zentrale Veranstaltung dieser Kooperation. Das Forum zielt darauf ab, evidenzbasierte Strategien zu entwickeln und Regierungen zu konkreten Maßnahmen zum Schutz von Kindern zu drängen.
Eine der größten Herausforderungen bleibt die hohe Dunkelziffer: Die tatsächliche Zahl der betroffenen Kinder liegt weit über den offiziellen Statistiken. Allein in Deutschland wurden 2024 mehr als 18.100 Kinder unter 14 Jahren als Opfer von Straftaten registriert. Die Partnerschaft betont die Notwendigkeit besserer Systeme, um Missbrauchsfälle weltweit zu erfassen und zu bekämpfen.
Das neue Bündnis strebt einen systemischen Wandel im Kinderschutz an. Durch die Verbindung von Forschung, Advocacy-Arbeit und praktischer Erfahrung vor Ort wollen die Organisationen die Gewalt gegen Kinder verringern. Das anstehende Forum in Vilnius wird einen entscheidenden Schritt darstellen, um diese Pläne in die Tat umzusetzen.






