Neuburg an der Donau setzt auf Fernwärme für die Klimaneutralität bis 2035
Anna KrauseNeuburg an der Donau setzt auf Fernwärme für die Klimaneutralität bis 2035
Neuburg an der Donau treibt Klimaneutralität voran
Die 30.000-Einwohner-Stadt Neuburg an der Donau setzt konsequent auf ihre Pläne, klimaneutral zu werden. Im Mittelpunkt steht der Ausbau des Fernwärmenetzes, das bereits Hunderte Gebäude versorgt. Angesichts der durch den Ukraine-Krieg getriebenen Gaspreise gewinnen alternative Energiequellen zunehmend an Attraktivität.
Bisher hat die Stadt rund 40 Millionen Euro in ihr Fernwärmesystem investiert. Das Netz erstreckt sich über 35 Kilometer und beliefert etwa 400 Gebäude mit Wärme. Jährlich werden so 65 Millionen Kilowattstunden Energie bereitgestellt – rund ein Drittel stammt aus industrieller Abwärme.
Weitere 14 Millionen Euro sind für eine Kooperation mit einem ortsansässigen Dämmstoffhersteller vorgesehen. Durch diese Partnerschaft sollen jährlich zusätzliche 40 bis 50 Millionen Kilowattstunden ins Netz eingespeist werden. Trotz anfänglicher Skepsis hält das städtische Versorgungsunternehmen an der Investition fest.
Förderprogramme decken etwa 40 Prozent der Kosten. Das System reduziert bereits jetzt die CO₂-Emissionen der Stadt um rund 18.000 Tonnen pro Jahr. Das Fernwärmenetz ist mittlerweile ein zentraler Baustein der Neuburger Energiewende: Es verringert die Abhängigkeit von Gas und senkt die Emissionen spürbar. Das langfristige Ziel der Klimaneutralität rückt damit in greifbare Nähe.






