MVZ HESCURO in Wildflecken schließt 2026 – Ärztemangel zwingt zur Schließung
Anna KrauseMVZ HESCURO in Wildflecken schließt 2026 – Ärztemangel zwingt zur Schließung
Medizinisches Versorgungszentrum HESCURO in Wildflecken schließt Ende 2026
Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) HESCURO in Wildflecken wird Ende 2026 seine Türen schließen. Die Entscheidung folgt auf jahrelange vergebliche Bemühungen, in der ländlichen Region medizinisches Fachpersonal zu gewinnen. Der Schritt markiert eine deutliche Veränderung in der ambulanten Gesundheitsversorgung vor Ort.
Die Praxis in Wildflecken hatte am 1. Januar 2024 ihren Betrieb aufgenommen, nachdem die ehemalige Praxis von Dr. Reinhold Raab übernommen worden war. Trotz ihrer wichtigen Rolle für die Gemeinde machten anhaltende Personalengpässe im Ärztebereich den Weiterbetrieb auf Dauer unmöglich. Es fand sich kein Hausarzt, der die allgemeinmedizinische Praxis langfristig hätte übernehmen können – eine nachhaltige Lösung blieb aus.
In der Folge wird das MVZ seine Aktivitäten bündeln. Die bestehenden Kapazitäten werden zum Hauptstandort nach Bad Brückenau verlegt, wo die Praxiseinrichtungen erweitert werden. Zudem sind zusätzliche Arztstellen geplant, um der Patientennachfrage gerecht zu werden. Ab dem 1. Januar 2027 wird das Personal aus Wildflecken nach Bad Brückenau wechseln, um die Versorgungskontinuität zu sichern.
Patienten aus Wildflecken sollen auch künftig am Standort Bad Brückenau eine umfassende medizinische Betreuung erhalten. Dort werden zusätzliche Fachrichtungen angeboten, um den Zugang zu Gesundheitsleistungen in der Region zu erhalten und zu verbessern.
Die Schließung der Wildfleckener Praxis spiegelt die übergeordneten Herausforderungen bei der Gewinnung von medizinischem Personal im ländlichen Raum wider. Die ambulante Versorgung wird künftig am Standort Bad Brückenau konzentriert – mit erweiterten Leistungen und mehr Personal. Die Umstellung soll bis Anfang 2027 vollständig abgeschlossen sein.






