22 March 2026, 08:15

Münchner Start-up Fernride revolutioniert autonomen Gütertransport mit KI und Fernsteuerung

Gruppe automatisierter Roboter, die auf einem Förderband in einem Lager arbeiten und Kartons bearbeiten, während Fahrzeuge auf dem Boden sichtbar sind.

Münchner Start-up Fernride revolutioniert autonomen Gütertransport mit KI und Fernsteuerung

Fernride: Münchner Start-up revolutioniert autonomen Gütertransport

Das Münchner Logistikunternehmen Fernride, spezialisiert auf autonome Transportsysteme, treibt seine Pläne voran, die industrielle Logistik grundlegend zu verändern. Das 2019 von Forschern der Technischen Universität München gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile über 150 Mitarbeiter. Seine Ground Autonomy Platform kombiniert KI-gestützte Automatisierung mit menschlicher Aufsicht, um gefährliche oder repetitive Aufgaben in der Logistik zu bewältigen.

Das System hat bereits Fuß gefasst: Fernride ist das erste Unternehmen in Europa, das ein zertifiziertes autonomes Lkw-System nach der Maschinenrichtlinie betreibt. Bis 2025 will das Unternehmen mit einer vollständig zertifizierten autonomen Lkw-Lösung einen neuen europäischen Standard setzen.

Fernrides Technologie hebt sich durch die Verbindung von KI-basierter Autonomie mit Fernsteuerung durch Menschen ab. Dieser hybride Ansatz ermöglicht es Operateuren, bei Bedarf einzugreifen, ohne die Effizienz zu beeinträchtigen. Die Plattform setzt zudem auf modulare Hardware, die sich an verschiedene Branchen anpassen lässt – von Containerterminals bis zur militärischen Logistik.

Um die Entwicklung zu beschleunigen, hat Fernride strategische Partnerschaften geschlossen. Zusammenarbeit mit Bosch, Siemens, Knorr-Bremse, Grammer und BMW führte zu Praxisversuchen: Im BMW-Werk München startete 2023 ein Pilotprojekt mit einem autonomen Shuttle. Seit 2022 nutzt Bosch an deutschen Standorten Fernrides System für automatisiertes Rangieren, während Siemens es in den Nürnberger Bahnbetriebshöfen einsetzt. Im Fokus stehen dabei Fernsteuerung, Sensorintegration und industrielle Zertifizierung.

Als nächste Schritte plant Fernride, innerhalb eines Jahres erste Anwendungsfälle auszubauen und in den kommenden fünf Jahren in neue Sektoren zu expandieren. Doch die Herausforderung liege darin, den Fokus zu wahren, erklärt das Team. Angesichts zahlreicher Möglichkeiten müsse man Prioritäten setzen – dort, wo die Technologie den größten Nutzen bringe.

Sicherheit und Effizienz bleiben zentrale Ziele. Die Lösungen von Fernride zielen auf risikoreiche Tätigkeiten ab, bei denen manuelle Arbeit durch zuverlässige Automatisierung ersetzt wird. Damit will das Unternehmen Logistikprozesse in ganz Europa und darüber hinaus transformieren.

Die Entwicklung schreitet rasant voran: Innerhalb von nur fünf Jahren gelang der Sprung von der universitären Forschung zur branchenführenden Umsetzung. Die Kooperationen mit globalen Industrie- und Technologiekonzernen unterstreichen das Potenzial der Plattform, die autonome Logistik neu zu definieren.

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Fernrides Ground Autonomy Platform ist bereits in industriellen Umgebungen im Einsatz – gestützt durch Partnerschaften mit Weltmarktführern. Die Zertifizierung nach der Maschinenrichtlinie markiert einen Meilenstein für den autonomen Lkw-Verkehr in Europa. Mit weiteren Expansionsplänen bis 2025 positioniert sich Fernride als Schlüsselfigur in der Zukunft der Logistikautomatisierung.

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