Münchens unterirdische KI-Fabrik startet mit Rekord-Effizienz und 0,5 Exaflops

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Zeichnung einer Dampfmaschine mit einem Kranaufsatz, die ihren Zweck und ihre Funktion veranschaulicht.Admin User

Münchens unterirdische KI-Fabrik startet mit Rekord-Effizienz und 0,5 Exaflops

Deutschlands neuestes KI-Zentrum: Die "AI Factory" in Münchens Tucherpark ist gestartet

Betrieben von der Deutschen Telekom, markiert die Einrichtung einen wichtigen Schritt, um die Rechenkapazitäten des Landes auszubauen und gleichzeitig die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern.

Das unterirdische Rechenzentrum liegt 30 Meter unter der Erde und nutzt Wasser aus dem nahegelegenen Eisbach zur Kühlung. Diese Konstruktion ermöglicht einen außergewöhnlich effizienten Energieeinsatz: Der Power Usage Effectiveness-Wert (PUE) liegt bei nur 1,2 – deutlich besser als der globale Durchschnitt von 1,5. Die Anlage wird vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben, und es gibt Pläne, die Abwärme für die umliegende Tucherpark-Siedlung nutzbar zu machen.

Zum Start läuft die AI Factory mit etwa einem Drittel ihrer Kapazität und beherbergt rund 10.000 Nvidia-Blackwell-Grafikprozessoren. Gemeinsam liefern sie eine Rechenleistung von bis zu 0,5 Exaflops. Diese Erweiterung hat Deutschlands KI-Rechenkapazität bereits um 50 Prozent gesteigert – doch der globale Anteil des Landes liegt weiterhin bei nur 5 Prozent, weit hinter den USA mit 70 Prozent.

Die Anlage ist ein zentraler Baustein der Industrial AI Cloud der Deutschen Telekom. Zudem unterstützt sie das Forschungsprojekt SOOFI, das darauf abzielt, die Abhängigkeit von US-amerikanischen Sprachmodellen zu verringern. Telekom-Chef Tim Höttges bezeichnete KI als "überlebenswichtige Zukunftstechnologie" für die deutsche Industrie und unterstrich damit das langfristige Engagement des Konzerns in diesem Bereich.

Innerhalb der nächsten sechs Monate soll die AI Factory weiter ausgebaut werden. Dank ihres energieeffizienten Designs und der Hochleistungs-Hardware positioniert sie sich als Schlüsselfaktor in Deutschlands KI-Offensive. Das Projekt fügt sich zudem in die größeren Bestrebungen ein, Europas technologische Souveränität zu stärken.