Massiver Protest in Berlin: Hautkrebs-Screening soll nicht gekürzt werden
Anton HofmannMassiver Protest in Berlin: Hautkrebs-Screening soll nicht gekürzt werden
Protest gegen geplante Kürzungen beim Hautkrebs-Screening: Demonstration am Mittwoch in Berlin
Am kommenden Mittwoch findet in Berlin eine Demonstration gegen die geplanten Streichungen der Hautkrebs-Früherkennung statt. Die Organisatoren haben bereits eine halbe Million Unterschriften gegen die Reformpläne gesammelt. Ab 8:30 Uhr werden sich die Teilnehmer:innen in der Nähe des Bundeskanzleramts versammeln – unter dem Motto "Keine Kürzungen beim Hautkrebs-Screening!".
Die von der Aktivistin Annika Liebert von der Organisation Campact angeführte Protestaktion richtet sich gegen Vorhaben, die kostenlose Hautkrebs-Vorsorgeuntersuchungen für alle Menschen ab 35 Jahren abschaffen könnten. Bisher haben Versicherte alle zwei Jahre Anspruch auf diese Untersuchung. Die Demonstranten argumentieren, dass eine Streichung die Patient:innen unzumutbar belasten würde – besonders vor dem Hintergrund, dass sich die Hautkrebsfälle in den letzten 20 Jahren nahezu verdoppelt haben.
Während der Kundgebung werden die Teilnehmenden symbolisch Kleidungsstücke ablegen und Schilder mit unbekleideten Körpern hochhalten. Auf Plakaten stehen Botschaften wie "Gesundheitsversorgung muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, kürzt uns nicht krank!" Zudem fordern die Organisatoren, dass sich die Pharmaindustrie stärker an der Finanzierung des Gesundheitssystems beteiligt.
Der Protest fällt zeitlich mit der Vorstellung des Reformpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken zusammen, das am selben Tag im Kabinett beraten wird. Die Initiatoren hoffen, mit der Demonstration Druck auf die Politik ausüben zu können, um die geplanten Kürzungen noch abzuwenden.
Ziel der Aktion ist es, die kostenlosen Hautkrebs-Screenings für alle anspruchsberechtigten Erwachsenen zu erhalten. Mit einer halben Million Unterstützer:innen pochen die Organisatoren auf einen Kurswechsel in der Gesundheitspolitik. Die Entscheidung könnte darüber entscheiden, ob die Früherkennung für Tausende Patient:innen weiterhin zugänglich bleibt.






