Massive Zugausfälle zwischen Österreich und Deutschland ab 2026 erwartet
Massive Zugausfälle zwischen Österreich und Deutschland ab 2026 erwartet
Ab 2026 drohen massive Zugausfälle zwischen Österreich und Deutschland
Ab Anfang 2026 kommt es zu erheblichen Einschränkungen im Schienenverkehr zwischen Österreich und Deutschland. Grund sind Gleiserneuerungsarbeiten der Deutschen Bahn in Bayern, die sowohl den Fern- als auch den Regionalverkehr beeinträchtigen werden. Der österreichische Betreiber ÖBB hat bereits Anpassungen angekündigt, um die wichtigsten Strecken aufrechtzuerhalten und Verspätungen für Reisende sowie Güterzüge so gering wie möglich zu halten.
Die erste Phase der Behinderungen beginnt am 7. Februar, wenn der Fernverkehr über Passau bis zum 13. Juni komplett eingestellt wird. In dieser Zeit entfallen auch die ICE-Verbindungen zwischen Wien und Nürnberg. Als Ausgleich wird die ÖBB ein zusätzliches ICE-Paar zwischen Wien und München über Passau einsetzen, um die Kapazitäten auf der stark frequentierten Strecke zu sichern.
Vom 14. Juni bis 12. Dezember folgen weitere Änderungen: Einige Fernzüge zwischen Linz und Salzburg fallen aus, um den Regionalverkehr zu priorisieren. Rund 80 Güterzüge täglich werden über die Weststrecke zwischen Salzburg und Linz umgeleitet, um die industriellen Lieferketten stabil zu halten. Auch im Regionalverkehr gibt es Anpassungen: Die Linie R21 verkehrt auf einer verkürzten Strecke, während die Linien S2 und REX21 geänderte Abfahrtszeiten erhalten.
In Deutschland kommen Vollsperrungen auf den Strecken Regensburg–Nürnberg und Passau–Obertraubling hinzu. Umleitungen über Ingolstadt verlängern die Fahrzeit um etwa 60 Minuten, wodurch der Münchner Hauptbahnhof zu einem zentralen Umsteigeknoten wird. Die ÖBB arbeitet eng mit dem privaten Anbieter Westbahn zusammen, um die Fahrpläne abzustimmen und Folgeausfälle zu minimieren.
Langfristig sollen die Bauarbeiten die Schienenkapazitäten in ganz Europa erhöhen und sowohl dem österreichischen als auch dem deutschen Netz zugutekommen. Bis dahin müssen sich Fahrgäste jedoch auf längere Reisezeiten und vorübergehende Zugausfälle einstellen. Die ÖBB betont, dass die Hauptverbindungen weiterhin häufig bedient werden – mit Priorität für Güter- und Regionalverkehr, wo immer möglich.
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