28 June 2026, 20:11

Massenrücktritt im Vorstand der Mittelstandsunion erschüttert CSU in Hof

Löst sich der Mittelstandsunion auf? Vorstand im bayerischen Bezirk tritt zurück

Massenrücktritt im Vorstand der Mittelstandsunion erschüttert CSU in Hof

Der gesamte Vorstand der Mittelstandsunion im bayerischen Landkreis Hof ist zurückgetreten. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Unzufriedenheit mit der Ausrichtung der Organisation und ihrer Fähigkeit, die Interessen kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu vertreten. Mitglieder begründeten ihren Rücktritt mit einem Vertrauensverlust in demokratische Prozesse und einer Entfremdung von ihren Anliegen.

Die Vorstandsmitglieder Cornelia und Yvonne Jeschek, Doris Wirth-Narr, Claus Hofmann und Sascha Rödel legten ihre Ämter nieder und verließen die Mittelstandsunion. Sie erklärten, dass Entscheidungen, die KMU betreffen, häufig ohne ihre Mitwirkung getroffen würden. Zu den Frustpunkten zählten zudem die Rentenpolitik des Verbandes, steigende Bürokratie, Sozialabgaben und Energiekosten.

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Die Unterzeichner sahen sich nicht mehr in der Lage, die Interessen des Mittelstands glaubwürdig unter dem Dach der CSU zu vertreten. Sie betonten, dass sich ihre Entscheidung nicht gegen andere Mitglieder richte, sondern aus dem mangelnden Einfluss innerhalb der Organisation resultiere. Sowohl auf regionaler als auch auf Landesebene sei das Engagement für KMU-Themen nachgelassen.

Bereits zwei Wochen zuvor hatte Michael Kretzer, ehemaliger stellvertretender Vorsitzender der Mittelstandsunion in Oberfranken und Vorsitzender des Hof-Kreisverbandes, sowohl seinen Austritt aus der Organisation als auch aus der CSU erklärt. Er kritisierte, die CSU habe sich zunehmend von ihren Mitgliedern, dem Mittelstand und den wirtschaftlichen Realitäten entfernt.

Die Rücktritte spiegeln eine tieferliegende Enttäuschung unter Unternehmern innerhalb der Mittelstandsunion wider. Sie fühlen sich nicht mehr gehört, und die Durchsetzungskraft der Organisation für ihre Belange habe nachgelassen. Die Austritte markieren einen deutlichen Bruch in der Führung der lokalen Gliederung.

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