Masern und Keuchhusten: Warum die USA mit tödlichen Ausbrüchen kämpfen
Lukas MüllerMasern und Keuchhusten: Warum die USA mit tödlichen Ausbrüchen kämpfen
Masern und Keuchhusten breiten sich in den USA aus – mit stark steigenden Fallzahlen im Jahr 2024
Mindestens zwei Kinder sind in diesem Jahr an Masern gestorben, während Keuchhusten in mehreren Bundesstaaten Säuglinge das Leben kostete. Gesundheitsbehörden warnen, dass die Impfquoten nach der Pandemie gefährlich niedrig bleiben.
Die Masernausbrüche haben dramatisch zugenommen: Bisher wurden in diesem Jahr über 700 Fälle gemeldet – mehr als doppelt so viele wie die 285 Fälle im Jahr 2023. In mehreren Bundesstaaten kämpft man gegen aktive Ausbrüche, was die Sorge vor einer weiteren Ausbreitung schürt.
Auch beim Keuchhusten ist ein besorgniserregender Anstieg zu verzeichnen: 2024 wurden bereits mindestens 7.599 Fälle registriert. Besonders betroffen sind Säuglinge unter sechs Monaten – etwa ein Drittel von ihnen musste stationär behandelt werden. Tragischerweise führte die Krankheit in Louisiana, South Dakota und Washington bereits zu Todesfällen.
Die Impfquoten bei Kindern haben sich von dem Rückgang während der Pandemie noch nicht erholt. Der DTaP-Impfstoff, der vor Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten schützt, wird in fünf Dosen im frühen Kindesalter verabreicht. Eine Auffrischung wird mit 11 oder 12 Jahren empfohlen, gefolgt von einer weiteren alle zehn Jahre.
Das Vertrauen in Impfungen hat nachgelassen, insbesondere unter Republikanern. Während der COVID-19-Pandemie wuchs die Skepsis aufgrund wechselnder Gesundheitsrichtlinien und Impfpflichten. Dieser Vertrauensverlust führt dazu, dass mehr Kinder ungeschützt gegen vermeidbare Krankheiten sind.
Der Anstieg der Masern- und Keuchhustenfälle zeigt die Folgen geringerer Impfabdeckung. Gesundheitsbehörden appellieren weiterhin an Eltern, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder alle empfohlenen Impfdosen erhalten. Ohne eine bessere Impfbereitschaft werden die Ausbrüche voraussichtlich anhalten – und gefährdete Gruppen bleiben weiter in Gefahr.






