18 June 2026, 12:14

Linkspartei distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Schwerdtner distanziert sich von der Linken Jugend

Linkspartei distanziert sich von Stalin-Verherrlichung und antisemitischen Äußerungen ihrer Jugendorganisation

Die Linkspartei hat sich von umstrittenen Äußerungen ihrer Jugendorganisation Linksjugend [‘solid] distanziert, in denen Stalinismus, die DDR und antisemitische Kommentare über Israel verherrlicht wurden. Die Parteiführung verurteilte die Posts scharf und forderte Konsequenzen.

Laut Bayerischem Rundfunk verbreiteten Mitglieder von Linksjugend [‘solid] in einem internen Forum Botschaften, die Josef Stalin, Mao Zedong und den ehemaligen DDR-Staat verklärten. Zitiert wurden Parolen wie „Es lebe Stalin“ und „Es lebe Honecker“. Zudem fielen antisemitische Äußerungen, etwa von „israelischen Konzentrationslagern“ und einem „israelischen Völkermord im Namen des Judentums“. Ein Bild der israelischen Flagge mit der Aufschrift „Tod Israel“ (Israel verrecke) wurde ebenfalls gepostet.

Christian Schaft, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei in Thüringen, forderte auf dem Bundesparteitag eine klare Verurteilung der Vorfälle. Er zeigte sich „beschämt und zutiefst enttäuscht“ und betonte, dass antisemitische Hetze sowie die Verherrlichung Stalins und Maos in der Partei keinen Platz hätten. Die Berliner Landesvorsitzenden Kerstin Wolter und Maximilian Schirmer schlossen sich dieser Haltung an und nannten die Äußerungen der Jugendorganisation „beschämend“ und inakzeptabel.

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Parteichefin Ines Schwerdtner lehnte die Aussagen in schärfsten Worten ab. Die Linkspartei steht nun mit Linksjugend [‘solid] in Verhandlungen, um die Vorwürfe zu prüfen und Konsequenzen einzufordern. Die Jugendorganisation erklärte unterdessen, sie lehne die DDR und ähnliche Systeme sowie Antisemitismus, Rassismus und Entmenschlichung ausdrücklich ab.

Es ist nicht das erste Mal, dass Linksjugend [‘solid] in die Kritik gerät – bereits im November 2022 und Februar 2023 gab es ähnliche Vorfälle. Die Linkspartei hat ihre Position deutlich gemacht: Sie verurteilt die Äußerungen und pocht auf Aufklärung. Die Jugendorganisation distanzierte sich mittlerweile von den beleidigenden Inhalten. Die Parteiführung arbeitet weiterhin an einer internen Lösung des Konflikts.

Quelle