Landshut wählt erneut: Haslinger und Rabl im Stichwahl-Duell um das Rathaus
Lukas MüllerLandshut wählt erneut: Haslinger und Rabl im Stichwahl-Duell um das Rathaus
Landshuts Oberbürgermeister-Wahl geht in die Stichwahl
Nach der ersten Runde der Oberbürgermeisterwahl in Landshut steht fest: Kein Kandidat hat die absolute Mehrheit erreicht, weshalb es zu einer Stichwahl kommt. Dr. Thomas Haslinger (CSU) führte mit 37,0 % der Stimmen, verfehlte jedoch die notwendige Mehrheit für einen direkten Sieg. Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den Wählern, die am Sonntag, dem 22. März, erneut an die Urnen gerufen sind.
Zehn Bewerber traten an, um den scheidenden Oberbürgermeister Alexander Putz zu ersetzen, der auf eine erneute Kandidatur verzichtet hatte. Haslinger ging zwar als stärkster Kandidat aus der Wahl hervor, doch seine 37,0 % reichten nicht aus, um die Stichwahl zu vermeiden. Christoph Rabl (Grüne) folgte mit 20,2 % und sicherte sich damit den Einzug in die nächste Runde.
Patricia Steinberger (SPD) belegte mit 13,6 % den dritten Platz, während Günter Straßberger (AfD) mit 9,5 % Vierter wurde. Petra Strasser (Freie Wähler) landete mit 5,8 % der Stimmen auf dem fünften Rang. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,7 % – ein Anstieg von etwa vier Prozentpunkten im Vergleich zur Wahl 2020.
Auch bei der parallel stattfindenden Kommunalwahl konnten die Grünen zulegen und wurden mit 25,4 % der Stimmen stärkste Kraft in Landshut. Die CSU folgte mit 22 %, was einen deutlichen Wandel in der lokalen Politik widerspiegelt. Haslinger bezeichnete die Stichwahl als "neuen Wettbewerb" und rief die Bürger auf, über die Zukunft der Stadt zu entscheiden.
Die Entscheidung am 22. März wird zeigen, ob Haslinger oder Rabl Landshuts neuer Oberbürgermeister wird. Die Wahl steht am Ende eines Wahlkampfs, der von höherer Wählerbeteiligung und einer spürbaren Zunahme der Unterstützung für klimapolitische Themen geprägt war. Der Sieger wird sein Amt antreten, nachdem die Grünen die CSU in der Kommunalwahl als stärkste Kraft abgelöst haben.