Landshut verwandelt altes Gefängnis in klimaneutrale Sozialwohnungen – visionäre Pläne in Ausstellung
Lukas MüllerLandshut verwandelt altes Gefängnis in klimaneutrale Sozialwohnungen – visionäre Pläne in Ausstellung
Ausstellung in Landshut: Aus altem Gefängnis wird klimaneutraler Sozialwohnraum
Eine neue Ausstellung in Landshut präsentiert visionäre Pläne, ein ehemaliges Gefängnis in modernen, sozial geförderten Wohnraum zu verwandeln. Studierende der Hochschule Augsburg haben monatelang klimaneutrale Wohnkonzepte für das historische Gebäude entworfen. Unter dem Titel "Jailhouse Rock" zeigen sie, wie der 1906 erbaute Bau zu einem lebendigen Teil der Stadt werden könnte.
Das ehemalige Gefängnis, 1906 errichtet und 2008 aufgegeben, steht trotz Denkmalschutz seit 2012 leer. Obwohl es am südlichen Eingang zur Landshuter Altstadt liegt, assoziieren viele Anwohner noch immer die düstere Vergangenheit des Ortes. Das studentische Projekt unter Leitung von Dr. Judith Sandmeier, Prof. Wolfgang Nowak, Prof. Christian Bauriedel und Jan Glasmeier will dieses Image wandeln.
Im Mittelpunkt der Entwürfe stehen bezahlbare, hochwertige Wohnungen – inspiriert von der historischen Augsburger Fuggerei. Jedes Konzept bewahrt den Charakter des Gebäudes, erfüllt aber gleichzeitig moderne Energiestandards. Ziel ist ein Sozialwohnmodell, das auch auf andere verlassene bayerische Gefängnisse übertragbar wäre.
Die Ausstellung wird am Freitag, 4. April, um 18 Uhr im Landshuter Rathaus eröffnet. Ab Samstag, 5. April, können Besucher die Arbeiten der Studierenden kostenlos besichtigen. Die Veranstalter hoffen, dass die Schau Debatten über die Zukunft des Gefängnisses anregt und praktische Lösungen für ähnliche Standorte in der Region aufzeigt.
Das Projekt zeigt, wie historische Bauten für heutige Bedürfnisse neu genutzt werden können. Die klimaneutralen Entwürfe der Studierenden verbinden Alt und Neu und könnten das Gefängnis wieder zu einem nutzbaren Teil Landshuts machen. Werden die Pläne umgesetzt, könnten sie als Vorbild für die Revitalisierung weiterer ungenutzter Denkmäler in Bayern dienen.






