Knorr-Bremse bricht Übernahme von Haldex nach regulatorischen Hindernissen ab
Lukas MüllerKnorr-Bremse bricht Übernahme von Haldex nach regulatorischen Hindernissen ab
Knorr-Bremse gibt Übernahmeangebot für schwedischen Konkurrenten Haldex auf
Der Münchner Technologiekonzern Knorr-Bremse hat sein Vorhaben aufgegeben, den schwedischen Rivalen Haldex zu übernehmen. Das deutsche Unternehmen hatte pro Aktie 125 schwedische Kronen geboten, was einem Gesamtvolumen von rund 582 Millionen Euro entsprochen hätte. Der Rückzug folgt auf wiederholte Verzögerungen und regulatorische Hürden bei der Genehmigung der Transaktion.
Ziel der geplanten Übernahme war es, einen breiter aufgestellten Zulieferer für die Nutzfahrzeugbranche zu schaffen. Knorr-Bremse hatte sich zunächst gegen den Mitbewerber ZF Friedrichshafen durchgesetzt, um die Übernahme zu sichern. Doch die erforderlichen behördlichen Freigaben gestalteten sich schwierig, sodass die Angebotsfrist mehrfach verlängert werden musste.
Die schwedische Finanzaufsicht verweigerte schließlich eine weitere Fristverlängerung, woraufhin das Angebot innerhalb einer Woche auslief. Vorstandschef Klaus Deller erklärte, Haldex habe im Kartellprüfverfahren nicht kooperiert. Angesichts dieser Hindernisse entschied sich Knorr-Bremse, die Übernahme vollständig aufzugeben.
Das Unternehmen will nun nach alternativen Wachstumsstrategien suchen. Vorerst bleibt Haldex damit eigenständig. Mit diesem Schritt endet Knorr-Bremse den langwierigen Versuch, seine Marktposition durch diese Akquisition auszubauen.






