13 April 2026, 08:13

Klöckner fordert härteres Vorgehen gegen Gewalt an Frauen und digitale Übergriffe

Schwarzes und weißes Foto einer Gruppe von Frauen, mit einer sitzend in der Mitte, aus der Frauenwahlrechtsbewegung, mit verschiedenen Alters- und Ethnien.

Klöckner fordert härteres Vorgehen gegen Gewalt an Frauen und digitale Übergriffe

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner hat sich mit Nachdruck für ein entschlossenes Vorgehen gegen Gewalt an Frauen ausgesprochen. In einer aktuellen Debatte begrüßte sie zwar die Diskussion, kritisierte jedoch, dass zentrale Aspekte des Problems weiterhin vernachlässigt würden. Klöckner forderte zudem strengere rechtliche Schutzmaßnahmen und eine aktivere Rolle der Männer bei der Bekämpfung der Gewalt.

Klöckner betonte, dass Gewalt gegen Frauen in allen Gemeinschaften – unabhängig von kulturellem oder religiösem Hintergrund – eindeutig verurteilt werden müsse. Besonders Zwangsehen und Gruppenvergewaltigungen nannte sie als schwere Formen der Misshandlung, die dringend mehr Aufmerksamkeit erforderten.

Die CDU-Politikerin übt Kritik an der aktuellen Debatte, die nicht alle Facetten des Themas abdecke. Sie warnte, dass digitale Gewalt – etwa Online-Belästigung oder die Verbreitung intimer Bilder ohne Zustimmung – eine wachsende Bedrohung darstelle, der mit unzureichenden rechtlichen Instrumenten begegnet werde.

Klöckner rief Männer dazu auf, mehr Verantwortung im Kampf gegen geschlechtsspezifische Gewalt zu übernehmen. Vor allem Väter hätten eine Schlüsselrolle dabei, ihren Kindern einen respektvollen Umgang mit Frauen vorzuleben.

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Ein weiterer Schwerpunkt ihrer Äußerungen lag auf notwendigen Rechtsreformen. Klöckner bestand darauf, dass längst überfällige Änderungen erforderlich seien, um Schutzlücken zu schließen – insbesondere bei digitaler Gewalt.

Ihre Stellungnahme erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der Druck auf schärfere Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt wächst. Klöckner plädiert für ein breiteres gesellschaftliches Engagement, klarere Gesetze und eine Neuausrichtung der männlichen Beteiligung an der Debatte. Die Worte der Bundestagspräsidentin deuten darauf hin, dass es ihr nicht um bloße Diskussionen, sondern um konkrete Taten geht.

Quelle