07 May 2026, 06:13

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streik

Logo der 48. Versorgungsmanagementstaffel mit einem blauen Schild mit einem weißen Stern, einem weißen Banner mit blauer Schrift 'Versorgungsmanagement' und schwarzer Schrift '48. Versorgungsmanagementstaffel' in fetter Schrift.

Jungheinrich kämpft mit Gewinnrückgang und Führungswechsel nach Streik

Jungheinrich: Führungswechsel nach drastischem Gewinnrückgang

Der Industriegabelstapler-Hersteller Jungheinrich erlebt nach einem deutlichen Profiteinbruch erhebliche Veränderungen in der Führungsetage. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) des Unternehmens brach im ersten Quartal im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte ein. Dieser Rückgang folgt auf intensiven Wettbewerb und einen Streik im Werk Lüneburg.

Die Familie des Firmengründers Friedrich Jungheinrich hält zwar weiterhin die Mehrheit der Anteile, doch die Marktprobleme haben den Unternehmenswert seit Ende 2025 um fast 30 Prozent schrumpfen lassen.

Der Aufsichtsrat und die Finanzvorständin Heike Wulff einigten sich darauf, ihren Vertrag nicht zu verlängern. Ihr vorzeitiger Abschied hinterlässt eine Lücke in der finanziellen Führung, weshalb Vorstandschef Lars Brzoska die CFO-Rolle vorübergehend übernimmt. Er wird die Finanzen so lange leiten, bis eine dauerhafte Nachfolge gefunden ist.

Die Eigentumsverhältnisse bei Jungheinrich bleiben fest in der Hand der Gründerfamilie. Die Familien der beiden Töchter halten jeweils 50 Prozent der 54 Millionen stimmberechtigten, nicht börsennotierten Stammaktien – zusammen entsprechen sie 53 Prozent des gesamten Aktienkapitals. Die 45 Millionen stimmrechtslosen Vorzugsaktien hingegen werden frei im MDAX gehandelt.

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Die Marktkapitalisierung des Unternehmens ist auf etwa 2,6 Milliarden Euro gesunken, nach deutlich höheren Werten Ende 2025. Schwache Ergebnisse im ersten Quartal, bedingt durch harte Konkurrenz und Produktionsstörungen, haben die Sorgen der Anleger weiter verstärkt.

Mit Brzoska an der Spitze der Finanzabteilung muss Jungheinrich nun nach einem holprigen Jahresstart die Geschäfte stabilisieren. Während die langfristige Kontrolle durch die Gründerfamilie besteht, steht das Unternehmen vor akuten Marktproblemen. Ein neuer Finanzvorstand wird in den kommenden Monaten sowohl die wirtschaftliche Performance als auch das Vertrauen der Investoren wiederherstellen müssen.

Quelle