10 June 2026, 02:10

Infineon und Siemens revolutionieren Überlastungsschutz mit Siliziumkarbid-Technologie

Siemens und Infineon setzen auf Siliziumkarid-Technologie

Infineon und Siemens revolutionieren Überlastungsschutz mit Siliziumkarbid-Technologie

Infineon und Siemens kooperieren für besseren Überlastungsschutz in Stromsystemen

Die beiden Unternehmen haben eine Partnerschaft geschlossen, um den Schutz in elektrischen Systemen zu verbessern. Im Rahmen der Vereinbarung wird Infineon Siliziumkarbid-Leistungsmodule für die hochmodernen Leistungsschalter von Siemens liefern. Diese Komponenten sollen die Effizienz und Zuverlässigkeit in anspruchsvollen Anwendungen steigern.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht der halbleiterbasierte Leistungsschalter Sentron 3QD2 von Siemens. Das Gerät nutzt das 62-mm-CoolSiC-MOSFET-Modul von Infineon, das mit einer Spannung von 1200 Volt arbeitet. Gemeinsam ermöglichen sie eine ultra-schnelle Stromunterbrechung – innerhalb von Mikrosekunden –, was für den Schutz empfindlicher Geräte entscheidend ist.

Besonders vorteilhaft ist die Technologie für Gleichstromnetze (DC). Sie erhöht die Systemverfügbarkeit und verbessert den Schutz vor Störungen. Siemens betont, dass die Lösung den Energieverbrauch senken und den Materialeinsatz in industriellen Umgebungen reduzieren kann.

Eine Live-Demonstration des Sentron 3QD2 findet auf der PCIM Europe 2026 in Nürnberg statt. Besucher können den Leistungsschalter vom 9. bis 11. Juni am Stand von Infineon begutachten. Die Präsentation zeigt, wie die Partnerschaft den wachsenden Anforderungen in stromkritischen Anwendungen gerecht wird – dort, wo Geschwindigkeit und Präzision entscheidend sind.

Branchenexperten bewerten die Bedeutung der Kooperation positiv. Andreas Weisl, Executive Vice President für Industrie und Infrastruktur bei Infineon, wies darauf hin, dass KI-Rechenzentren und Fabriken zunehmend komplexer werden. Markus Grabmeier, CEO des Bereichs Electrical Products bei Siemens Smart Infrastructure, ergänzte, dass DC-Anwendungen die Effizienz steigern und gleichzeitig die Kosten senken.

Die Integration der Siliziumkarbid-Module von Infineon in die Schutzsysteme von Siemens markiert einen Schritt hin zu einer widerstandsfähigeren Strominfrastruktur. Die kombinierte Technologie verspricht schnellere Reaktionszeiten, höhere Leistungsdichte und größere Zuverlässigkeit. Beide Unternehmen wollen damit den steigenden Anforderungen moderner Stromnetze gerecht werden.

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