IG Metall plant "Job-to-Job"-Netzwerk gegen Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt
Moritz AlbrechtIG Metall plant "Job-to-Job"-Netzwerk gegen Fachkräftemangel in Sachsen-Anhalt
Die Gewerkschaft IG Metall setzt sich für ein landesweites "Job-to-Job"-Netzwerk in Sachsen-Anhalt ein. Mit dieser Initiative sollen Unternehmen mit Personalüberschuss an Betriebe vermittelt werden, die dringend Fachkräfte suchen. Ziel ist es, Beschäftigte in neue Positionen zu bringen, bevor Arbeitslosigkeit droht.
Das geplante Netzwerk würde auf bestehenden Instrumenten wie Arbeitsagenturen und Weiterbildungsprogrammen aufbauen. Es soll Arbeitsplatzverluste verhindern, indem es Arbeitnehmern neue Perspektiven in der Region eröffnet. Bevor externe Wechsel in Betracht gezogen werden, sollten Unternehmen zunächst interne Lösungen wie Umschulungen oder Versetzungen prüfen.
Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall, betonte, dass ein moderner Industriestandort darauf abzielen müsse, Fachwissen zu sichern – statt dessen Rückgang zu verwalten. Das Netzwerk würde zudem die industrielle Widerstandsfähigkeit Sachsen-Anhalts stärken, indem wertvolle Kompetenzen im Land gehalten werden.
Der Erfolg hängt von der Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften, Behörden, Kammern und Bildungsträgern ab. Ähnliche Modelle gibt es bereits in anderen Bundesländern, etwa in Niedersachsen, wo im Februar 2026 ein "Job-to-Job"-Netzwerk an den Start ging. Pilotprojekte wie der digitale Beifahrer, der im Juni 2024 eingeführt wurde, unterstützen solche Übergänge mit digitalen Werkzeugen.
Das Netzwerk würde kurzfristige Arbeitsmarktprojekte in ein dauerhaft funktionierendes System überführen. Es schließt die Lücke zwischen Personalüberhängen und Fachkräftemangel. Bei Umsetzung könnte es einen stabilen Weg bieten, um Talente zu halten und die industrielle Stärke Sachsen-Anhalts zu bewahren.






