Graham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transphoben Bösewicht karikiert zu haben
Lukas MüllerGraham Linehan wirft BBC vor, ihn in Doctors als transphoben Bösewicht karikiert zu haben
Der Komiker Graham Linehan wirft BBC-Autoren vor, ihn in der Arztserie Doctors als transphoben Schurken dargestellt zu haben. Im Mittelpunkt der Vorwürfe steht die Figur Dr. Graham Elton, die in der letzten Staffel der Serie eingeführt wurde. Linehan behauptet, der fiktive Arzt spiegle sein Privatleben und seine öffentlichen Kontroversen wider.
Die BBC hat bisher nicht auf die Vorwürfe reagiert, die 2024 aufkamen. BBC Studios hingegen weist jede Verbindung zwischen der Figur und Linehan zurück und bezeichnet die Anschuldigungen als haltlos.
Linehan äußerte erstmals Bedenken, nachdem ein Zuschauer auf Parallelen zwischen ihm und Dr. Graham Elton hingewiesen hatte – einem geschiedenen Mann Mitte 50, der als aggressiv transphob dargestellt wird. Der Komiker, der als Mit-Schöpfer der Serie Father Ted bekannt wurde, argumentiert, dass Name, Alter und Ansichten der Figur zu sehr seiner eigenen Situation entsprächen. Seine Scheidung im Jahr 2020 folgte auf massive Kritik an seinen transfeindlichen Äußerungen.
BBC Studios wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Charaktere in Doctors rein fiktiv seien und nicht von realen Personen inspiriert würden. Seit Beginn der Kontroverse gab es keine weiteren Stellungnahmen des Senders.
Linehans Vorwürfe kamen kurz nach der Absage seines Auftritts beim Edinburgh Fringe Festival 2023 wegen seiner Haltung zu Transgender-Themen. Zuvor hatte er bereits eine andere BBC-Produktion, The Capture, wegen angeblicher politischer Voreingenommenheit kritisiert.
Der Streit bleibt vorerst ungelöst, ohne dass die BBC offizielle Maßnahmen ergriffen hätte. Linehan besteht weiterhin darauf, dass die Figur in Doctors ein gezielter Angriff auf seinen Ruf gewesen sei. Der Sender hält dagegen, dass der fiktive Arzt keine Ähnlichkeit mit dem Komiker oder dessen Lebensgeschichte aufweise.






