29 April 2026, 22:13

Hobbyjäger verliert Lizenz nach grausamen Wildschweinjagden mit Sauenspieß

Schwarze und weiße Radierung einer Wildschweinjagd mit Tieren im Vordergrund und Bäumen im Hintergrund, mit Text am unteren Rand.

Hobbyjäger verliert Lizenz nach grausamen Wildschweinjagden mit Sauenspieß

Lasse Böckmann, ein Hobbyjäger aus Cham in Bayern, hat einen Strafbefehl wegen Verstößen gegen das Jagdrecht erhalten. Seine Jagd Lizenz wurde entzogen, nachdem die Behörden feststellten, dass er Tiere widerrechtlich getötet hatte. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf seine umstrittenen Jagdmethoden.

Böckmann wurde angeklagt, weil er Wirbeltiere ohne rechtfertigenden Grund getötet haben soll. Ermittler fanden heraus, dass er Jagdhunde einsetzte, um Wildschweine bis zur Erschöpfung zu hetzen, bevor er sie mit einem Sauenspieß erlegte. Diese Vorgehensweise soll den Tieren demnach über Minuten hinweg unnötige Qualen bereitet haben.

Seine drastischen Jagdvideos, die er häufig auf YouTube und in seinem Online-Shop teilte, lösten innerhalb der Jägerschaft heftige Kritik aus. Viele warfen ihm vor, sowohl gesetzliche Vorschriften als auch ethische Grundsätze der Jagd zu missachten. Trotz der Vorwürfe bewirbt Böckmann weiterhin Jagdausrüstung mit Aufnahmen seiner Wildschweinjagden.

Die Justiz hat nun Konsequenzen gezogen und ein Bußgeld in Höhe von 80 Tagessätzen à 60 Euro verhängt – insgesamt 4.800 Euro. Damit wird Böckmanns Darstellung der Jagd offiziell eine Absage erteilt. Das Urteil sendet zudem ein klares Signal für eine strengere Durchsetzung jagdethischer Standards in ähnlichen Fällen.

Der Strafbefehl entzieht Böckmann nicht nur die Jagd Lizenz, sondern verhängt auch eine finanzielle Strafe. Die Entscheidung spiegelt die wachsende Überprüfung extremer Jagdmethoden wider. Die Behörden haben deutlich gemacht, dass solche Praktiken nach geltendem Recht nicht toleriert werden.

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