18 April 2026, 02:17

Hitze im Bundestag: Streit über Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen

Schüler in Berlin marschieren mit buntem "Students for Future"-Schild gegen Gebäude, Bäume und Himmel.

Hitze im Bundestag: Streit über Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen

Im Bundestag ist eine hitzige Debatte über die zunehmende Gewalt und Mobbing an deutschen Schulen entbrannt. Auslöser waren zwei Anträge der AfD, die sich mit Sicherheitsbedenken und religiös motivierten Vorfällen befassten. Abgeordnete anderer Parteien erkannten zwar das Problem an, stritten jedoch über dessen Ursachen und mögliche Lösungen.

Die Diskussion begann, als AfD-Politiker Anträge einbrachten, die eine bessere Erfassung von Schulgewalt und strengere Maßnahmen gegen religiös begründetes Mobbing forderten. Beatrix von Storch, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, warf Saskia Esken, der SPD-Vorsitzenden des Bildungsausschusses, vor, das Problem zu verharmlosen. Von Storch brachte die Zunahme der Gewalt zudem mit Migration in Verbindung – eine Behauptung, die Esken entschieden zurückwies.

Polizeiliche Statistiken zeigen einen deutlichen Anstieg gewalttätiger Vorfälle in allen Bundesländern. Esken bestätigte, dass Schulen vermehrt mit Mobbing und Aggression konfrontiert seien; fast jeder fünfte Schüler sei bereits von Cybermobbing betroffen. Sie argumentierte, dass Gewalt oft auf mangelnde Konfliktlösungsfähigkeiten bei Jugendlichen zurückzuführen sei.

Vertreter von Union, Grünen und Linken waren sich einig, dass Schulgewalt ein ernstzunehmendes Problem darstelle. Gleichzeitig kritisierten sie die AfD dafür, die Thematik zu vereinfachen und gesellschaftliche Ursachen zu ignorieren. Nach der Debatte wurden die Anträge zur weiteren Prüfung an die zuständigen Ausschüsse überwiesen.

Die Bundestagsdebatte hat das Thema Schulgewalt damit fest auf die politische Agenda gesetzt. Zwar besteht Einigkeit über den Handlungsbedarf, doch die Parteien bleiben in der Frage nach den Ursachen und den besten Gegenmaßnahmen gespalten. Die Anträge werden nun in den Ausschüssen beraten, bevor mögliche politische Konsequenzen gezogen werden.

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