Hertha BSC steckt in der Krise – Trainer Leitl fordert radikale Wende
Anton HofmannHertha BSC steckt in der Krise – Trainer Leitl fordert radikale Wende
Hertha BSC kassiert zehnte Saisonniederlage vor 28.123 enttäuschten Fans
Die schlechte Form der Berliner hält an: Mit drei Niederlagen in den letzten vier Spielen ist die Stimmung bei Hertha BSC auf einem Tiefpunkt. Trainer Stefan Leitl verbarg nach dem Spiel seinen Frust nicht und kritisierte seine Mannschaft scharf – mangelnde Laufbereitschaft und Einsatzwillen waren seine Hauptvorwürfe.
Personelle Ausfälle verschärften die Probleme: Die gesperrten Verteidiger Kennet Eichhorn und Paul Seguin fehlten ebenso wie der erkrankte Stürmer Dawid Kownacki. Doch das größte Manko war einmal mehr die harmlose Offensive. Die beste Chance ergab sich in der 67. Minute, als Marten Winker freistehend scheiterte. In der Abwehr hingegen machten sich Konzentrationsfehler bezahlt – ein Gegentor nach lascher Defensivarbeit war die Folge.
Luca Schuler, einst selbst für Hertha aktiv und nun als Gegner auf dem Platz, bestätigte nach dem Spiel: „Es fehlte an kreativen Lösungen im Spielaufbau.“
Leitls Abrechnung fiel vernichtend aus. Er forderte eine radikale Wende in den letzten beiden Saisonspielen, beginnend mit dem Heimspiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Den Saisonabschluss bildet dann das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld – eine letzte Chance, um wenigstens ein wenig Ehrgeiz zu zeigen.
Für Hertha geht es nun nur noch um die Ehre. Die verbleibenden Partien werden zeigen, ob die Mannschaft auf Leitls Forderungen reagiert. Nach einer von Schwankungen und Enttäuschungen geprägten Saison bieten die letzten beiden Spiele eine schmale Möglichkeit, wenigstens mit einem versöhnlichen Akzent zu enden.






