24 June 2026, 02:12

Grönemeyer erhält Nationalpreis und fordert mehr gesellschaftliches Engagement

Fußball-Vergleich: Herbert Grönemeyer kritisiert Politik für ihre Sprachlosigkeit

Grönemeyer erhält Nationalpreis und fordert mehr gesellschaftliches Engagement

Herbert Grönemeyer ist mit dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung für sein langjähriges gesellschaftliches Engagement ausgezeichnet worden. Der 70-jährige Musiker nutzte seine Dankesrede, um auf Defizite in der politischen Kommunikation der vergangenen zwei Jahrzehnte hinzuweisen. Gleichzeitig rief er die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, sich aktiver in das gesellschaftliche Leben einzubringen.

Bei der Verleihung kritisierte Grönemeyer Politiker dafür, dass sie es versäumt hätten, klar mit der Bevölkerung zu kommunizieren. Namentlich nannte er die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel und den amtierenden Kanzler Olaf Scholz als Beispiele für diese Schwächen. Der Künstler, der selbst der Babyboomer-Generation angehört, betonte dabei seine Verantwortung gegenüber den jüngeren Generationen.

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Eine ängstliche Haltung gegenüber der Zukunft lehnte er ab und plädierte stattdessen für Optimismus und eigeninitiatives Handeln. In seiner Rede verglich er das gesellschaftliche Miteinander mit dem Fußball, wo selbst gegnerische Spieler auf dem Platz zusammenarbeiten. Der mit dem Preis verbundene Förderbetrag in Höhe von 50.000 Euro fließt vor allem in Projekte, die den Zusammenhalt unter jungen Menschen stärken.

Die Deutsche Nationalstiftung verleiht den Nationalpreis jährlich an Persönlichkeiten und Organisationen, die sich um die Stärkung der demokratischen Gesellschaft verdient machen. Grönemeyers Auszeichnung würdigt sein Engagement für sozialen Zusammenhalt und bürgerliche Verantwortung. Das Preisgeld wird Initiativen zugutekommen, die junge Menschen zusammenbringen. Seine Worte unterstrichen die Notwendigkeit eines besseren Dialogs zwischen Führungskräften und der Bevölkerung.

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