Georg Baselitz – der Neoexpressionist und Revoluzzer der Kunst ist tot
Anton HofmannGeorg Baselitz – der Neoexpressionist und Revoluzzer der Kunst ist tot
Georg Baselitz, eine prägende Figur der Nachkriegskunst, ist mit 88 Jahren verstorben. Der deutsche Maler, bekannt für seinen markanten neoexpressionistischen Stil, nahm 2015 die österreichische Staatsbürgerschaft an. Sein Werk zeichnete sich oft durch auf den Kopf gestellte Motive aus und setzte damit neue Akzente in der modernen Kunstszene.
Erst kürzlich hatte Baselitz im Salzburger Museum der Moderne eine Ausstellung eröffnet und dem Haus eines seiner Werke als Schenkung überlassen. Noch vor seinem Tod bereitete er die Eröffnung einer weiteren Schau in Venedig vor, die im Rahmen der renommierten Biennale stattfinden sollte.
Seine Karriere umfasste Jahrzehnte, in denen er sich durch den Bruch mit Konventionen einen Namen machte. Indem er seine Sujets – ob Figuren oder Landschaften – kopfüber darstellte, forderte er die Betrachter heraus, Kunst auf neue Weise zu erleben. Dieser unverwechselbare Ansatz festigte seinen Einfluss auf die zeitgenössische Malerei.
Eng mit dem Neoexpressionismus verbunden, avancierte Baselitz zu einem der bekanntesten Vertreter der Bewegung. Sein Tod markiert das Ende eines Lebens, das die moderne Kunst durch provokative und emotional aufgeladene Werke nachhaltig prägte.
Baselitz hinterlässt ein Erbe bahnbrechender Beiträge zur Malerei. Die Ausstellungen in Salzburg und Venedig waren seine letzten öffentlichen Auftritte. Die Kunstwelt blickt nun zurück auf einen Maler, der die visuelle Erzählkunst neu definierte.






