19 June 2026, 04:09

Gabriele Stötzers mutige Kunst zwischen DDR-Widerstand und zeitgenössischem Ruhm

Künstlerin Stötzer: "Sei dabei und bleib nicht stumm"

Gabriele Stötzers mutige Kunst zwischen DDR-Widerstand und zeitgenössischem Ruhm

Im Gropius Bau in Berlin ist derzeit eine große Einzelausstellung der Künstlerin Gabriele Stötzer zu sehen. Unter dem Titel „Gabriele Stötzer: Da sein und nicht schweigen“ präsentiert die Schau rund 150 ihrer Werke. Mit 73 Jahren ist Stötzer nach wie vor eine aktive und gefeierte Persönlichkeit der zeitgenössischen Kunst.

Erstmals auf sich aufmerksam wurde Stötzer als Dissidentin in der DDR. 1976 wurde sie inhaftiert, weil sie eine Petition gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann unterzeichnet hatte. Ein Jahr verbrachte sie im Gefängnis, wo sie Strumpfhosen nähen musste.

1989 besetzte sie die Stasi-Kreisverwaltung in Erfurt – ein Protestakt gegen das Regime. Neben ihrem politischen Engagement gründete sie mit die Erfurter Künstlerinnengruppe und schuf so einen kreativen Freiraum in einer von Repression geprägten Zeit.

Die Ausstellung im Gropius Bau zeigt die Vielfalt ihres Schaffens: Videos, Fotografien, Modestücke und große Wollfiguren von Frauen sind zu sehen. Im August wird Stötzer im Rahmen des Programms sogar auf dem Dach des Museums performen.

Im Herbst erhält sie den Goslarer Kaiserring, eine der höchsten künstlerischen Auszeichnungen Deutschlands.

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Die Schau unterstreicht Stötzers jahrzehntelanges Wirken zwischen Kunst und Widerstand. Ihr Werk umfasst verschiedene Medien, doch jedes Stück trägt ihre unverkennbar mutige Handschrift. Die bevorstehende Ehrung und ihre Performance festigen ihren Einfluss in der Kunstwelt weiter.

Quelle