13 March 2026, 22:17

Fürths Tourismus wächst leicht – doch Personalmangel bremst die Branche aus

Ein aufgeschlagenes Buch mit einer detaillierten Karte von Bayern, auf der Städte, Ortschaften, Flüsse und andere geografische Merkmale eingezeichnet sind.

Fürths Tourismus wächst leicht – doch Personalmangel bremst die Branche aus

Fürths Gastgewerbe verzeichnet leichten Anstieg bei Übernachtungen

In der ersten Jahreshälfte 2025 hat der Tourismussektor in Fürth einen leichten Anstieg der Übernachtungszahlen verzeichnet. Das Plus von 0,5 Prozent folgt auf ein Rekordjahr 2024, bleibt jedoch hinter dem bayerischen Durchschnittswachstum zurück. Gleichzeitig warnen Branchenvertreter und Gewerkschaften weiterhin vor Personalmangel und Lohnkonflikten.

Laut offiziellen Zahlen gab es zwischen Januar und Juni 2025 rund 149.800 Übernachtungen in Fürth – ein moderater Anstieg von 0,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Doch das Wachstum liegt unter dem bayerischen Durchschnitt von 0,8 Prozent.

Trotz des Besucherzuwachses kämpfen viele Betriebe in der Stadt mit Personalengpässen. Einige mussten ihre Öffnungszeiten reduzieren, was zu sinkenden Umsätzen führt. Ein Grund für die Personalknappheit liegt in der Pandemie, als zahlreiche Festangestellte die Branche verließen.

Die Gewerkschaft NGG kritisiert die Arbeitsbedingungen in der Gastronomie: Lange Arbeitszeiten und Löhne, die oft unter Tarifstandards lägen, seien an der Tagesordnung. Die Regionalleiterin Regina Schleser forderte Arbeitgeber auf, in festes Personal und Weiterbildung zu investieren, um Service- und Küchenqualität zu sichern. Zudem prangerte sie die "Sondermitgliedschafts"-Regelungen des Dehoga an, die es Betrieben nach Gewerkschaftsangaben ermöglichen, vereinbarte Löhne zu umgehen.

Während die Übernachtungszahlen in Fürths Tourismusbranche stetig, aber langsam steigen, bleiben Fachkräftemangel und Lohnstreitigkeiten zentrale Herausforderungen für die lokalen Unternehmen. Die Forderungen der Gewerkschaft nach besserer Ausbildung und fairer Bezahlung spiegeln die anhaltenden Spannungen in der Branche wider.

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