13 March 2026, 22:16

Fürther Anwohner kämpfen vergeblich für 30er-Zone auf der Nürnberger Straße

Eine belebte Stadtstraße mit starkem Verkehr, hohen Gebäuden, Absperrungen, Beschilderungen, Laternen, Strommasten, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Fürther Anwohner kämpfen vergeblich für 30er-Zone auf der Nürnberger Straße

Anwohner entlang der Nürnberger Straße in Fürth setzen sich für ein Tempolimit von 30 km/h ein, um Lärm zu reduzieren und die Sicherheit zu erhöhen. Ihre im Oktober 2025 eingereichte Petition stößt jedoch auf rechtliche und praktische Hindernisse, während die Stadt mögliche Lösungen prüft. Die Behörden warnen, dass eine ganztägige Begrenzung undurchführbar sei, doch eine nächtliche Regelung wird weiterhin diskutiert.

Die Forderung nach langsameren Geschwindigkeiten begann, als Anwohner der Nürnberger Straße und der Maistraße offiziell eine rund um die Uhr geltende 30er-Zone beantragten. Der Lärmaktionsplan der Stadt hatte das Gebiet bereits als "Lärmbrennpunkt Nr. 12" ausgewiesen und Maßnahmen wie Schallschutzfenster, lärmarme Fahrbahnoberflächen und reduzierte Nachttempi vorgeschlagen.

Eine durchgehende 30-km/h-Beschränkung wurde jedoch schnell wegen rechtlicher Bedenken verworfen. Eine nächtliche Begrenzung zwischen 20 und 6 Uhr gilt dagegen als technisch umsetzbar. Die Straßenverkehrsbehörde bezeichnete den Prozess zur Erprobung und Einführung einer solchen Regelung als "enormen Aufwand", der unter anderem Anpassungen an Ampelanlagen erfordere – mit geschätzten Kosten von 55.000 Euro.

Trotz des Antrags bleiben die Verantwortlichen skeptisch. Der Verkehrsausschuss soll am 16. März 2026 über die Angelegenheit abstimmen, doch die Verwaltung hat Bedenken geäußert. Dazu zählen mögliche Staus, Verzögerungen im Öffentlichen Nahverkehr und Zweifel, ob sich Autofahrer an die Regelung halten würden. Weitere Prüfungen wurden als wenig sinnvoll abgetan, angesichts der grundsätzlichen Zweifel an der Wirksamkeit der Maßnahme.

Die Petition für das 30er-Limit hat zwar eine Überprüfung der Lärmminderungsoptionen angestoßen, doch eine ganztägige Beschränkung ist vom Tisch. Sollte die nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung beschlossen werden, wären eine Umprogrammierung der Ampeln und eine laufende Überwachung nötig. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Verkehrsausschuss, der im März 2026 abstimmen wird.

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