Führungswechsel beim Münchner Merkur: Arbinger übernimmt nach Anastasiadis-Rücktritt
Anton HofmannFührungswechsel beim Münchner Merkur: Arbinger übernimmt nach Anastasiadis-Rücktritt
Beim Münchner Merkur stehen Veränderungen an, nachdem Georg Anastasiadis als Chefredakteur zurückgetreten ist. Die Zeitung gehört zur Ippen-Mediengruppe, zu der auch die tz zählt. Sebastian Arbinger, der bereits die tz leitet, übernimmt nun eine prominentere Rolle beim Münchner Merkur.
Georg Anastasiadis hat seinen Posten als Chefredakteur des Münchner Merkur aus eigenem Antrieb aufgegeben. Er bleibt der Zeitung jedoch als Kolumnist erhalten. Zuvor hatte er die Chefredaktion gemeinsam mit Sebastian Arbinger geführt.
Der 42-jährige Arbinger ist seit 2018 Chefredakteur der Münchner tz. Für seine erweiterten Aufgaben hat er nun Schwerpunkte gesetzt, darunter eine stärkere Betonung des Lokaljournalismus sowie mehr Transparenz bei der Nachrichtenproduktion. Um dies umzusetzen, führte er einen wöchentlichen Newsletter namens Making of Merkur ein, der Lesern Einblicke in die Redaktionsarbeit gibt. Angesichts wachsender Unsicherheiten durch KI-generierte Inhalte hält er dies für unerlässlich.
Anastasiadis wird dem Münchner Merkur in neuer Funktion weiterhin als Autor verbunden bleiben. Arbingers Initiativen zielen darauf ab, die Arbeitsweise der Zeitung transparenter zu gestalten und das Engagement für den Lokaljournalismus zu stärken. Die Veränderungen spiegeln einen Führungswechsel wider, der gleichzeitig Kontinuität in der Redaktion bewahrt.






