Freisinger Senioren kämpfen mit dem neuen Busnetz – und die Politik reagiert
Freisinger Senioren kämpfen mit dem neuen Busnetz – und die Politik reagiert
Ältere Einwohner Freisings äußern zunehmend Unmut über das neu gestaltete Busnetz der Stadt. Viele Senioren klagen über unpraktische Streckenführungen, zu viele Umstiege und schlechte Anbindungen an wichtige Ziele wie die Innenstadt. Das Thema ist mittlerweile zu einem zentralen Streitpunkt im Oberbürgermeisterwahlkampf geworden.
Eine 90-jährige Seniorin machte das Problem deutlich, indem sie auf das Fehlen direkter Busverbindungen in die Innenstadt hinwies. Ihre Kritik spiegelt die allgemeine Unzufriedenheit unter Senioren wider, für die das aktuelle System den Alltag deutlich erschwert.
Neun Oberbürgermeisterkandidaten haben sich verpflichtet, die Probleme mit dem Busnetz zügig anzugehen. Peter Warlimont (SPD) kritisierte die neuen Linien als unpraktisch, da Fahrgäste nun zu viele Umstiege in Kauf nehmen müssten. Monika Schwind (FSM) betonte, dass die Situation dringenden Handlungsbedarf erfordere, während Daniel Hubensteiner (Freie Wähler) forderte, Politiker müssten sich intensiver mit den betroffenen Senioren austauschen. Die Lösungsvorschläge der Kandidaten gehen dabei in unterschiedliche Richtungen: Simon Schindlmayr (CSU) schlug vor, einen eigenen "Seniorenbeauftragten" einzusetzen, der die Verkehrsbedürfnisse älterer Mitbürger vertritt. Birgit Mooser-Niefanger (Für Freising) regte an, bedarfsgerechte Rufbusse oder spezielle Senioren-Taxidienste als Alternativen zu prüfen. Nico Heitz (Grüne) argumentierte, die überstürzte Umstellung des Netzes habe für Verwirrung gesorgt, und setzte sich für die Wiedereinführung kleinerer Busse ein, um die Erreichbarkeit zu verbessern. Zudem unterstrich er die Notwendigkeit, den öffentlichen Nahverkehr insgesamt zu stärken – ein Vorhaben, das er mit übergeordneten Umwelt- und Mobilitätszielen verknüpft.
Die Neugestaltung des Busnetzes hat vielen Senioren die tägliche Mobilität erschwert und das Thema damit in den Mittelpunkt der lokalen Politik gerückt. Angesichts der vielfältigen Vorschläge der Kandidaten – von Seniorenvertretungen bis hin zu flexiblen Transportlösungen – wird der künftige Oberbürgermeister unter Druck stehen, zeitnah eine praktikable Lösung zu finden.
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