Freiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld!"
Lukas MüllerFreiburg startet Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt mit klarem Signal: "Nicht deine Schuld!"
Die Stadt Freiburg hat eine neue Kampagne gegen geschlechtsspezifische Gewalt gestartet. Die Initiative unter dem Motto „Nicht okay. Nicht normal. Nicht deine Schuld.“ zielt darauf ab, die weitverbreitete Gewalt zu thematisieren, von der Frauen, Kinder, queere und trans Personen in der Region betroffen sind.
Gewalt bleibt in Freiburg ein alltägliches Problem – von häuslicher Gewalt über digitale Belästigung bis hin zu Übergriffen im öffentlichen Raum. Die Kampagne soll Betroffene bestärken und sie über bestehende Hilfsangebote informieren. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit für die vielfältigen Formen geschlechtsspezifischer Gewalt sensibilisiert werden.
Alle Kampagnenmaterialien verweisen Betroffene direkt an konkrete Beratungsstellen und Unterstützungseinrichtungen. Oberbürgermeister Martin Horn betonte, dass die Initiative Betroffene ermutigen solle, Hilfe zu suchen. Sie sei Teil einer umfassenderen Strategie, die in Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen entwickelt wurde.
Die Kampagne steht im Einklang mit der Istanbul-Konvention, die systematische Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt sowie einen besseren Schutz für Betroffene fordert. Unterstützt wird sie von der Mekriba-Stiftung, die sich für Prävention, Aufklärung und den Schutz von Betroffenen einsetzt. Simone Thomas, die Frauenbeauftragte der Stadt, unterstrich, dass Gewalt viele Gesichter habe – das Ziel sei es, das Bewusstsein zu schärfen und zum Handeln zu motivieren.
Die Sichtbarkeit der Kampagne wird durch Plakate, Social Media und weitere öffentliche Aktionen in ganz Freiburg gestärkt. Sie bietet Betroffenen klare Wege zur Unterstützung und unterstreicht das Engagement der Stadt, geschlechtsspezifischer Gewalt durch Aufklärung und Prävention entgegenzuwirken. Die Initiative bleibt in öffentlichen Räumen und auf digitalen Plattformen präsent.
