11 May 2026, 08:12

Forscher entwickeln R51-Diesel mit über 50 Prozent Bioanteil – ohne Motorumbau nutzbar

Grüner Hintergrund mit fettem weißem Text, der "net-zero emissions by 2050" lautet

Forscher entwickeln R51-Diesel mit über 50 Prozent Bioanteil – ohne Motorumbau nutzbar

Vor einem Jahrzehnt entwickelten Forscher der Hochschule Coburg den R33-Diesel – einen Kraftstoff mit 33 Prozent erneuerbaren Anteilen. Nun hat dasselbe Team den R51-Diesel vorgestellt, der den Bioanteil auf über 50 Prozent steigert. Tests bestätigen, dass diese Kraftstoffe strenge Abgasnormen erfüllen und in bestehenden Fahrzeugen ohne Umrüstungen funktionieren.

Der ursprüngliche R33-Diesel bestand aus 7 Prozent Biodiesel und 26 Prozent hydriertem Pflanzenöl (HVO – Hydrotreated Vegetable Oil), wodurch ein Drittel des Kraftstoffs aus erneuerbaren Quellen stammte. Praxistests nach dem WLTP-Zyklus zeigten, dass er die Euro-6d-Grenzwerte einhielt – genau wie herkömmlicher Diesel.

In einem Folgeprojekt wurde der Übergang von R33 über B10 hin zum neuen R51-Diesel erforscht. Die aktuelle Version, R51, enthält 10 Prozent Biodiesel und 41 Prozent HVO, sodass der erneuerbare Anteil auf 51 Prozent steigt. Motortests ergaben keine Probleme mit Ölverdünnung oder Emissionen, selbst bei dem höheren Bioanteil.

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass dieser modulare Ansatz weiter ausgebaut werden kann. Durch schrittweise Erhöhung der erneuerbaren Komponenten ließe sich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen im Verkehrssektor verringern – ohne neue Infrastruktur oder Fahrzeuganpassungen.

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Sowohl R33- als auch R51-Diesel haben reale Abgastests bestanden und bieten eine praktikable Lösung, um den Verbrauch fossiler Kraftstoffe im Transport zu senken. Die Forschung beweist, dass diese Kraftstoffe in heutigen Motoren funktionieren und einen klaren Weg zu saubereren Alternativen aufzeigen. Da keine technischen Hürden festgestellt wurden, könnte eine breitere Einführung bald folgen.

Quelle