Flexo-Bedarfbus in Salzgitter droht 2027 das Aus – Schülerin kämpft um Rettung
Anton HofmannFlexo-Bedarfbus in Salzgitter droht 2027 das Aus – Schülerin kämpft um Rettung
Ungewisse Zukunft für den Flexo-Bedarfbus in Salzgitter: Finanzierung läuft Ende 2026 aus
Während Nachbarregionen wie Gifhorn und Baddeckenstedt ihre Verträge für den On-Demand-Busdienst Flexo bereits verlängert haben, steht das Angebot in Salzgitter vor dem Aus – es sei denn, die Kommune entscheidet sich für eine Fortführung. Eine wachsende Kampagne setzt sich dafür ein, den Service zu retten.
Seit Jahren verkehrt Flexo in der Region Braunschweig und bedient unter anderem Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad und Baddeckenstedt. Bisher übernahm der Regionalverband Braunschweig die Hälfte der Kosten, die andere Hälfte trugen die lokalen Gemeinden. Ab 2027 jedoch müssen die Kommunen den Service vollständig selbst finanzieren.
Diese Veränderung hat die 19-jährige Schülerin Ece Hickorkmaz zum Handeln veranlasst. Sie ist auf Flexo angewiesen, um ihre anstehende Berufsausbildung zu erreichen, und fürchtet um den Erhalt des Angebots. Gemeinsam mit Mitschülern startete sie eine Online-Petition, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften gesammelt hatte.
Anders als in Salzgitter haben der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt Flexo bereits langfristig gesichert – mit Verträgen bis 2033 bzw. 2031. In Salzgitter liegt die Entscheidung nun bei den lokalen Politikern. Noch in diesem Jahr müssen sie über die weitere Finanzierung beschließen, um den Busverkehr über 2026 hinaus zu sichern.
Ohne neue Mittel wird Flexo in Salzgitter nach Dezember 2026 eingestellt. Der Erfolg der Petition könnte die Verantwortlichen unter Druck setzen, doch letztlich hängt alles von den Abstimmungen im Rat ab. Wird die Finanzierung bewilligt, kann der Service fortgeführt werden – vorausgesetzt, die kommunalen Haushalte tragen die vollen Kosten.






